Stellenangebot

Diplom-Rechtspfleger/in (FH)

Das Oberlandesgericht Celle bildet zur/zum Diplom-Rechtspfleger/in (FH) (m/w/d) aus.
 
Rechtspfleger/-innen sind als Beamte/-innen des ersten 1. Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 in Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig. Den Dipl.-Rechtspfleger/-innen sind im Laufe der Zeit durch das Rechtspflegergesetz viele vormals richterliche Aufgaben übertragen worden. Rechtspfleger/-innen sind bei ihren Entscheidungen nur an Recht und Gesetz gebunden und grundsätzlich sachlich unabhängig. Sie erledigen die ihnen übertragenen Aufgaben frei von Weisungen Dienstvorgesetzter.

Rechtspfleger/-innen sind vorrangig in der freiwilligen Gerichtsbarkeit, der streitverhütenden Rechtspflege, tätig. Hierzu gehört bei Amtsgerichten u. a. die Bearbeitung von Grundbuch-, Nachlass- und Registersachen sowie Vormundschafts-, Familien- und Betreuungssachen.

In der streitigen Gerichtsbarkeit gehören auch die Tätigkeiten auf der Rechtsantragstelle zum Arbeitsgebiet. Von großer Bedeutung ist ferner die Tätigkeit in der Zwangsvollstreckung; hier werden Forderungspfändungen vorgenommen, Grundstücke versteigert sowie Insolvenzverfahren begleitet.

Bei den Staatsanwaltschaften obliegen Rechtspfleger/innen in großem Umfang die Aufgaben der Strafvollstreckung, was u. a. die Ladung zu Strafantritten, die Berechnung von Strafzeiten, die Eintreibung von Geldstrafen oder den Erlass von Vollstreckungshaftbefehlen umfasst.

Neben der Tätigkeit in der Rechtspflege ist es auch möglich, in der Gerichtsverwaltung Führungsaufgaben zu übernehmen.

Die Höhe der Besoldung richtet sich nach dem Bundesbesoldungsgesetz. Zur Rechtspflegerlaufbahn gehören die Besoldungsgruppen A 9 bis A 13 mit Zulage.

Das duale Studium dauert 3 Jahre. Es ist in 5 Abschnitte gegliedert. In 3 der 5 Abschnitte (insgesamt 24 Monate) findet das theoretische Studium an der Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege in Hildesheim statt. In 2 Abschnitten (insgesamt 12 Monate) erfolgt die Praxisausbildung an verschiedenen Gerichtsstandorten des Oberlandesgerichtsbezirks Celle (z.B. Bückeburg, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade und Verden).
Von den Bewerber/-innen wird während und auch nach des Studiums ein gewisses Maß an räumlicher Flexibilität erwartet, allerdings wird im Rahmen des Möglichen auf persönliche Belange und bestehende Einsatzwünsche Rücksicht genommen.

Persönliche Anforderungen:
  • hohe Berufsmotivation
  • Entscheidungsfreudigkeit
  • Planungs- und Beurteilungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • hohes Maß an Textverständnis
  • Durchsetzungsvermögen
  • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • hohe Belastbarkeit
  • Wahrung professioneller Distanz
  • sichere Rechtschreibkenntnisse
  • schriftliche Ausdrucksfähigkeit.
Zur Rechtspflegerausbildung kann zugelassen werden, wer
  1. die allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand besitzt und
  2. im Grundsatz das 40. Lebensjahr, im Fall der Schwerbehinderung das 45. Lebensjahr, noch nicht vollendet hat (§ 16 NLVO).
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen sind besonders erwünscht und werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Bitte nutzen Sie für Ihre Bewerbung vorrangig unser Online-Bewerbungsmodul unter folgendem Link: obm2.pmv.niedersachsen.de/dbv3Prod/apply.jsp?id=000279de&dbv3_man=JUV
Alternativ können Sie Ihre Bewerbung auch schriftlich per Post oder per E-Mail als PDF-Dokument bis zum 31. Dezember 2021 an folgende Adresse übersenden: OLGCE-Bewerbungen@justiz.niedersachsen.de

Ihrer Bewerbung sind beizufügen: .
Weitere Informationen finden Sie unter www.oberlandesgericht-celle.niedersachsen.de und www.gerechtigkeit-gemeinsam-gestalten.de.
 

Informationen

Einstellungsdatum:
01.10.2022
Bewerbungsschluss:
31.12.2021
Stellenumfang:
50
Befristung:
unbefristet