Zwischen Verwaltung und Cyber-Sicherheit

Wie Katarina mit Verwaltungsinformatik die digitale Zukunft gestaltet 

Wie schützt man eigentlich die Verwaltung? Und wie kommt man überhaupt in einen Beruf, der IT, Verwaltung und Zukunftsthemen miteinander verbindet? Für Katarina war früh klar: Sie möchte einen Beruf, der Sicherheit, Sinn und technische Themen verbindet. Heute arbeitet die 24-Jährige im Bereich Cyber- und Informationssicherheit beim Land Niedersachsen. Begonnen hat alles mit dem dualen Studium Verwaltungsinformatik.

Der Weg in die Verwaltungsinformatik – eher Zufall oder Schicksal?

Manchmal entstehen große Entscheidungen aus kleinen Momenten. Kurz vor ihrem Abitur zeigte man  ihr einen Zeitungsartikel über einen damals noch neuen Studiengang: Verwaltungsinformatik.

„Als ich mir daraufhin die Inhalte des Studiums genauer angeschaut habe, fand ich es ansprechend und habe mich letztendlich entschieden, mich auf den Studiengang zu bewerben.“

Ausschlaggebend war für sie vor allem die Verbindung aus Informatik und Verwaltung – und die Möglichkeit, später einen sicheren und sinnstiftenden Beruf auszuüben.

Theorie trifft Praxis: So funktioniert das duale Studium

Besonders überzeugt hat Katarina die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Während der Theoriephasen an der Hochschule Hannover standen klassische Vorlesungen, Tutorien und Übungsgruppen auf dem Plan. In den Praxisphasen ging es direkt hinein in die Landesverwaltung.

Schon früh lernte sie unterschiedliche Bereiche kennen: von Datenbanksystemen im Personalmanagement bis hin zu IT-Strukturen im Innenministerium.

„Die theoretischen Phasen wurden durch Praxisphasen ergänzt, in denen man das Gelernte direkt in der Verwaltung anwenden konnte. Dadurch entstand eine gute Verbindung zwischen Theorie und Praxis.“

Besonders wichtig: Bereits während des Studiums bekam sie früh Verantwortung übertragen – etwas, das ihr bis heute positiv in Erinnerung geblieben ist.

Mitwirken statt nur zuschauen

Ein Highlight ihres Studiums war die Mitarbeit an der Cybersicherheitsstrategie des Landes Niedersachsen.

„Mir hat besonders gut gefallen, dass mir zugetraut wurde, eigenständig Aufgaben zu bearbeiten und Verantwortung zu übernehmen.“

Gerade diese Mischung aus eigenständigem Arbeiten, Teamarbeit und konkretem Beitrag zu landesweiten Themen machte für sie den Unterschied.

Berufseinstieg: Direkt Verantwortung übernehmen

Nach dem Studium ging der Übergang nahtlos weiter. Unter anderem auch, weil Katarina ihre Behörde durch das Stipendienmodell bereits kannte.

Ihr Einstieg erfolgte zunächst in der IT-Koordination. Dort arbeitete sie an der Einführung neuer Anwendungen und Hardware, koordinierte mit IT-Dienstleistern, betreute mobile Endgeräte und fungierte als Schnittstelle zwischen Fachbereichen und zentraler IT.

Besonders spannend fand sie die Mischung aus operativen Aufgaben und längerfristigen Projekten – beispielsweise bei der Einführung neuer Systeme oder organisatorischen Veränderungsprozessen.

„Dadurch waren meine Aufgaben sehr abwechslungsreich und ich konnte sowohl strategisch als auch operativ arbeiten.“

Cyber- und Informationssicherheit: Ein Bereich mit Zukunft

Heute arbeitet Katarina im Bereich Cyber- und Informationssicherheit – einem Themenfeld, das immer wichtiger wird. „Cyber- und Informationssicherheit gewinnt zunehmend an Bedeutung – insbesondere durch den technischen Fortschritt und Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz.“

Sie beschreibt ihre Aufgabe klar: Systeme, Daten und Netzwerke schützen – und die Verwaltung widerstandsfähiger machen. Für sie ist genau diese Dynamik das Spannende:

„Es gibt ständig neue Entwicklungen, Herausforderungen und Technologien, mit denen man sich auseinandersetzt.“

Lernen hört nie auf

Neben ihrer Arbeit studiert Katarina aktuell berufsbegleitend im Master Cyber Security Management. Die Kombination aus Beruf und Studium sei anspruchsvoll, sagt sie offen, aber machbar. „Mit guter Organisation und Disziplin lässt sich beides gut miteinander verbinden.“

Den Ausgleich findet sie im Sport, bewusst als Gegenpol zum Berufs- und Studienalltag.

Für wen ist Verwaltungsinformatik geeignet?

Katarinas Antwort ist eindeutig: Das duale Studium Verwaltungsinformatik passt besonders zu Menschen, die strukturiert arbeiten, Verantwortung übernehmen möchten und Interesse an der Schnittstelle zwischen IT, Verwaltung und gesellschaftlicher Wirkung haben.

Ihr Fazit: „Wer engagiert ist, Fragen stellt und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, kann aus dem dualen Studium sehr viel mitnehmen.“

Und warum Land Niedersachsen? „Besonders im Bereich Digitalisierung und IT ergeben sich viele spannende Aufgaben und Zukunftsperspektiven, bei denen man aktiv an der Weiterentwicklung der Verwaltung mitwirken kann.“

 

Veröffentlicht am 01.07.2026.