Praktika
Vom klassischen Schulpraktikum bis zum Pflichtpraktikum im Jurastudium: Beim Land Niedersachsen gibt es vielfältige Möglichkeiten, um in den Arbeitsalltag hineinzuschnuppern.
Quelle: Praktika
Der Weg der Landesverwaltung ist klar: Wir brauchen eine moderne, digitale und sichere Verwaltung, denn nur so lassen sich die vielfältigen Aufgaben, die das Land zu erfüllen hat, schnell und effizient umsetzen.
Viele Behörden in der Landesverwaltung sind bereits gut mit Informationstechnik (IT) ausgestattet. Doch hier gilt es, das Potenzial voll auszuschöpfen und den Prozess der Digitalisierung weiter voranzutreiben. Dafür werden nicht nur IT-Fachleute gesucht. Das Land Niedersachsen bietet viele weitere IT Jobs an. Denn es gibt in den einzelnen Dienststellen viele Möglichkeiten an der Digitalisierung mitzuwirken.
Niedersachsen beabsichtigt:
- einen vollständigen Online-Service der Behörden zu realisieren
- die Papierakten durch elektronische Aktensysteme zu ersetzen
- neue Kommunikationstechnologien zu etablieren
- moderne Fachanwendungen und Register mit neuen Technologien flächendeckend einzuführen.
Für diese Prozesse werden motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Sie finden hier nicht nur Stellen als Fachinformatikerin/Fachinformatiker, sondern auch als Projektmanagerin/Projektmanager oder im IT-Recht. Auch als Juristin/Jurist sind Sie hier unverzichtbar.
Kurzum: Für diese umfassenden Vorhaben hat das Land vakante IT Stellen zu besetzen und sucht Personen aus den verschiedensten Berufsfeldern. Hierzu zählen u. a.:
- Informatik
- Jura
- Wirtschaftsinformatik
- Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften
- IT-Management
- Betriebswirtschaft
- etc.
Finden Sie Ihren Platz im Team Niedersachsen und helfen Sie dabei diese große Aufgabe weiter voranzutreiben!
Quelle: Digitalisierung
Wer an die Arbeit in der Justiz denkt, hat oft ein bestimmtes Bild im Kopf: trockene Akten, komplizierte Paragrafen und wenig Abwechslung. Doch dieses Bild greift zu kurz. Sina und Marc, die als Rechtspfleger/-innen am Oberlandesgericht Braunschweig arbeiten, zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig und spannend dieser Beruf tatsächlich ist und warum er eine echte Alternative zum klassischen Jurastudium sein kann.
Der Weg in die Rechtspflege: Eine Alternative zum Jurastudium
Der Weg in die Rechtspflege beginnt nicht immer geradlinig. Sina wusste zwar früh, dass sie im juristischen Bereich arbeiten möchte, doch die lange Dauer eines Jurastudiums hielt sie davon ab. Auf der Suche nach einer praxisnäheren Alternative stieß sie auf das duale Studium der Rechtspflege und war sofort überzeugt. Besonders attraktiv fand sie, dass sie bereits während des Studiums Geld verdient und nach drei Jahren direkt ins Berufsleben einsteigen kann.
Auch Marc stand nach dem Abitur vor einer Entscheidung. Zunächst schlug er einen ganz anderen Weg ein und begann ein Studium im Schifffahrtsbereich. Doch schnell merkte er, dass ihn dieser Weg nicht erfüllte. Über persönliche Kontakte wurde er schließlich auf das Rechtspflege-Studium aufmerksam. Für ihn war vor allem ein Aspekt entscheidend: die Möglichkeit, später sachlich unabhängig zu arbeiten und eigenständig Entscheidungen zu treffen.
Was macht man als Rechtspfleger/-in eigentlich?
Doch was genau verbirgt sich hinter dem Beruf Rechtspfleger/-in? Viele wissen gar nicht, wie zentral diese Rolle für die Justiz ist. Rechtspfleger/-innen übernehmen im Laufe der Zeit Aufgaben, die ursprünglich Richterinnen und Richtern vorbehalten waren. Sie bearbeiten diese eigenständig und unabhängig. Ein großer Vertrauensbeweis und gleichzeitig eine besondere Verantwortung.
Ihr Arbeitsalltag ist dabei sehr vielfältig. Sie eröffnen Testamente, kümmern sich um Eintragungen im Grundbuch oder führen Zwangsversteigerungen durch. In Braunschweig gehören dazu sogar Versteigerungen von Flugzeugen. Diese Bandbreite macht den Beruf so besonders: Hinter jedem Fall steckt eine neue Geschichte, eine neue Herausforderung und oft auch ein persönlicher Bezug.
Arbeiten beim Land Niedersachsen: Sicher, sinnvoll, unterschätzt spannend
Für Sina und Marc war schnell klar, dass der Arbeitgeber Niedersachsen viele Vorteile bietet, die über die klassische Jobsicherheit hinausgehen. Gerade in unsicheren Zeiten schätzen sie die Stabilität und die geregelten Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig erleben sie ihre Arbeit als sinnstiftend – sie tragen aktiv dazu bei, dass der Rechtsstaat funktioniert.
Was beide besonders hervorheben, ist die Arbeitsatmosphäre. Anders als häufig angenommen, ist die Arbeit in der Justiz keineswegs trocken oder monoton. Im Gegenteil: Die Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben sorgt für Abwechslung, und nicht selten sind die Fälle eng mit persönlichen Schicksalen verbunden. Genau das erfordert neben fachlichem Wissen auch Empathie und Fingerspitzengefühl.
Besonders prägend sind für beide die Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern. Gerade in schwierigen Situationen erleben sie häufig Dankbarkeit – ein Gefühl, das ihre Arbeit zusätzlich bestätigt und motiviert.
Vom Studium in die Praxis: Verantwortung von Anfang an
Das duale Studium der Rechtspflege ist anspruchsvoll und gleichzeitig sehr praxisnah aufgebaut. Theorie- und Praxisphasen wechseln sich ab, sodass das Gelernte direkt angewendet werden kann. Schon während des Studiums bearbeiten die angehenden Rechtspfleger/-innen echte Fälle und lernen so früh, Verantwortung zu übernehmen.
Dieser Übergang in den Beruf ist daher fließend, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Die sachliche Unabhängigkeit bedeutet, dass Entscheidungen eigenständig getroffen werden müssen – eine Aufgabe, in die man hineinwächst, die aber auch von Anfang an Vertrauen und Selbstständigkeit verlangt.
Ein Beruf mit unzähligen Möglichkeiten
Wie vielfältig der Beruf ist, zeigt sich besonders in den unterschiedlichen Stationen, die Sina und Marc bereits durchlaufen haben. Sina hat in verschiedenen Bereichen gearbeitet, von der Rechtsantragstelle über Jugendstrafsachen bis hin zu Zivil- und Betreuungssachen. Heute ist sie im Verwaltungsbereich tätig und beschäftigt sich unter anderem mit internationalen Ehesachen. Dabei prüft sie regelmäßig ausländisches Recht – etwa aus Ländern wie Korea, China, der Ukraine oder Kolumbien. Marc hat ebenfalls ein breites Spektrum kennengelernt. Seine Stationen reichten von Grundbuch- und Nachlasssachen über Zwangsversteigerungen bis hin zu seiner aktuellen Tätigkeit im Verwaltungsbereich. Dort setzt er sich unter anderem mit statistischen Auswertungen, Personalfragen und den Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auseinander.
Ein klassischer Arbeitsalltag lässt sich dabei kaum beschreiben. Manche Tage sind geprägt von Terminen mit Bürgerinnen und Bürgern, andere von internen Besprechungen oder konzentrierter Fallarbeit. Oft erfordern kurzfristige Entwicklungen eine flexible Anpassung des Tagesablaufs – genau das macht den Beruf so abwechslungsreich.
Was man für den Beruf wirklich braucht
Neben dem fachlichen Interesse sind es vor allem persönliche Eigenschaften, die im Berufsalltag entscheidend sind. Entscheidungsfreude spielt eine zentrale Rolle, denn viele Aufgaben erfordern klare und eigenständige Entscheidungen. Gleichzeitig sind Geduld und Kommunikationsfähigkeit gefragt, insbesondere im Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern. Auch Empathie ist wichtig, um sensibel mit persönlichen Situationen umzugehen – ohne dabei die notwendige sachliche Distanz zu verlieren. Viele dieser Fähigkeiten entwickeln sich erst im Laufe der Ausbildung. Vorerfahrungen sind daher nicht zwingend notwendig, da die relevanten Inhalte im Studium vermittelt werden.
Sinnstiftung im Alltag
Für Sina und Marc steht fest, dass ihre Arbeit weit mehr ist als ein klassischer Bürojob. Sie sehen sich als Teil eines Systems, das für das Funktionieren des Rechtsstaates unverzichtbar ist. Jede Entscheidung, jede bearbeitete Akte und jeder Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern trägt dazu bei, Rechtssicherheit zu gewährleisten. Gerade diese Kombination aus Verantwortung und direktem Einfluss macht den Beruf für sie so sinnstiftend. Sie erleben täglich, dass ihre Arbeit gebraucht wird und einen echten Unterschied macht.
Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunft
Auch in Zukunft bietet der Beruf viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Sina möchte weitere Aufgabenbereiche kennenlernen und kann sich gut vorstellen, auch in neue Themenfelder wie Personal oder Gesundheitsmanagement einzutauchen. Marc hingegen reizt perspektivisch eine leitende Position, etwa die Übernahme einer Geschäftsleitung.
Beide schätzen besonders, dass der Beruf Raum für individuelle Entwicklung lässt und immer wieder neue Herausforderungen bereithält.
Ihr Tipp für alle, die überlegen
Wer sich für den Beruf des Rechtspflegers interessiert, sollte vor allem offen sein und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungsfreude ist dabei eine der wichtigsten Eigenschaften. Gleichzeitig hilft es, geduldig zu bleiben, denn viele Zusammenhänge erschließen sich erst in der praktischen Arbeit. Rückblickend sind sich beide einig: Sie würden ihren Weg genauso wieder gehen.
Warum sich ein Blick lohnt
Der Beruf ist vielseitig, verantwortungsvoll und sinnstiftend – und genau deshalb oft unterschätzt. Wer sich darauf einlässt, findet nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch eine Tätigkeit mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert. Oder, wie Sina und Marc es selbst sagen: Die Arbeit ist abwechslungsreich – und durch die Kolleginnen und Kollegen macht sie jeden Tag aufs Neue Spaß.
Veröffentlicht am 02.06.2026.
Quelle: Zwischen Verantwortung, Vielfalt und Sinn
Naemi ist 23 Jahre alt und studiert dual Allgemeine Verwaltung beim Land Niedersachsen. Ursprünglich kommt sie aus Delmenhorst, ist aber vor rund 2 Jahren für das Studium nach Osnabrück gezogen.
Warum hast Du Dich für das Duale Studium entschieden?
Mich hat besonders der rechtliche Schwerpunkt des Studiums interessiert, vor allem, weil ich ursprünglich mal Jura studieren wollte. Das duale Studium war dann aber perfekt für mich, weil ich schon während des Studiums Praxiserfahrung sammeln und Geld verdienen wollte.
Was zeichnet den Studienstandort Osnabrück aus?
Ganz klar - das Studentenleben! Dadurch, dass man in Osnabrück an der Hochschule mit Studierenden von ganz verschiedenen Studiengängen studiert, lernt man im Rahmen von Hochschulveranstaltungen auch mal andere Leute kennen. Außerdem gibt es in der Altstadt super schöne Cafés, mit gutem Kaffee und einer netten Atmosphäre zum Lernen aber auch zum Quatschen mit Freundinnen und Freunden.
Wo hast Du bisher Deine Praxisphasen absolviert?
Meine Praxisphasen habe ich bei der Polizeiinspektion Osnabrück in der Wirtschaftsverwaltung, beim Landessozialamt in Osnabrück in der Eingliederungshilfe, beim Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (jetzt BMWKMS) in Wien im Bereich der internationalen Kunst und Kulturpolitik und zuletzt beim MI in der Abteilung für Migration absolviert.
Besonders spannend fand ich meine Zeit in Wien, weil ich dort was ganz anderes kennengelernt hab als in den Praxisphasen davor. Mal davon abgesehen, dass ich in einer total schönen Stadt leben durfte, hatte ich super spannende Aufgaben, wie bspw.:
- Teilnahme an internationalen Meetings bezüglich der Kunstförderung mit einem Office in der Ukraine
- Herausarbeitung und Vorstellung von Argumenten zum Thema „Jugendpartizipation in der EU“
Was macht das Land Niedersachsen als Arbeitgeber attraktiv?
Die Vielfalt. Durch die verschiedenen nachgeordneten Behörden hat man die Möglichkeit in den Praxisphasen viele Einblicke zu erhalten und dadurch Tendenzen für den späteren Arbeitsplatz zu entwickeln.
Was wünscht Du Dir für Dein zukünftiges Berufsleben? In welchem Bereich kannst Du Dir vorstellen nach dem Studium zu arbeiten?
Ich wünsche mir auf jeden Fall eine gute Work-Life-Balance, mit der Möglichkeit ins Homeoffice zu gehen und flexible Arbeitszeiten. Ich kann mir gut vorstellen im sozialen Bereich, wie z.B. in meiner Praxisphase beim Landessozialamt, zu arbeiten, aber auch den Personalbereich finde ich sehr spannend.
Wem würdest Du das Studium beim Land Niedersachsen empfehlen und warum?
Ich würde das Studium jedem empfehlen, der sich aktuell noch nicht auf einen Arbeitsplatz festlegen möchte und Interesse an rechtlichen Themenbereichen hat. Während des Studiums lernt man so viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen, sodass man sich in Ruhe entscheiden kann, wo man später arbeiten möchte.
Wie findest Du einen Ausgleich zum Studium bzw. zur Arbeit?
Ich treffe mich viel mit meinen Freundinnen, zum Kaffee trinken aber auch mal zum Lernen oder zum Spazieren.
Ich versuche eigentlich immer noch mindestens eine Sache am Tag zu unternehmen, vor allem in der Praxisphase, damit man sich nicht in diesem Arbeitszyklus verliert.
Veröffentlicht am: 27.01.2026
Quelle: Kaffeedates & Karrierepläne

