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„fremdausbildung“

Ein Blick hinter die Kulissen des Aiken Horse Park

Meine Fremdausbildung in den USA – Ein Blick hinter die Kulissen des Aiken Horse Park

„Gerade bin ich mittendrin in einer Erfahrung, die mich sowohl fachlich als auch persönlich enorm wachsen lässt.“

Ich bin Leevke und studiere Allgemeine Verwaltung beim Land Niedersachsen an der Hochschule Osnabrück. Schon früh wusste ich, dass ich gerne in der Verwaltung arbeiten möchte. Die Mischung aus Theorie und Praxis gefällt mir besonders. Und da ich bereits die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen habe, war klar: Das duale Studium beim Land ist genau mein Weg!

Warum es mich in die USA zog

„Ich wollte sehen, wie Verwaltung außerhalb Deutschlands funktioniert.“

Die USA begleiten mich schon fast mein ganzes Leben. Mit 5 war ich das erste Mal da und seitdem mindestens einmal jährlich. Doch das reichte mir irgendwann nicht mehr. Ich wollte mehr als Urlaube – ich wollte erfahren, wie sich das echte amerikanische Leben anfühlt. So führte mich mein Weg für 8 Wochen zur Aiken Horse Park Foundation in South Carolina – eine Non-Profit-Organisation rund um den Pferdesport. Für ein Pferdemädchen wie mich ein absoluter Glücksgriff.

Ein Arbeitsrhythmus, der anders ist

In der amerikanischen Arbeitswelt ticken die Uhren ein wenig anders. Während deutsche Verwaltungen oft früh starten, beginnt der Tag hier entspannt um 9 Uhr. Für mich bedeutete das: Morgens keinen Stress, sondern Ruhe zum Ankommen.

Der Arbeitsalltag selbst ist eine Mischung aus Outdoor- und Indooraufgaben – perfekt für jemanden, der Pferde liebt und gleichzeitig Verwaltungsaufgaben mag. Jeden Dienstag findet ein „Schooling Day“ statt. Reiter melden sich online an, zahlen eine Gebühr und nutzen je nach Buchung Dressurviereck, Hunter-Parcours oder den vom Olympiareiter gestalteten Springparcours. Daneben richten wir große Events aus: von Dressurturnieren bis zu großen Showcases.

Meine Aufgaben – vielseitig und oft mitten im Geschehen

Ich durfte in vielen verschiedenen Bereichen mitwirken, darunter:

  • Koordination der Schooling Days
  • Unterstützung der „Equine Educational Series“
  • Pflege von Excel-Listen wie den Release and Indemnity Forms („Freistellungs- und
    Haftungsfreistellungsformulare“)
  • Erstellung der „Accommodations Tax“ ATAX (Beherbergungssteuer)
  • Organisation von Verbrauchsmaterialien
  • Organisation und Mitwirkung an großen Veranstaltungen wie Showcases und
    Dressurturnieren
  • VIP- und Gate-Stuart-Aufgaben während der Events

Mein Arbeitstag endete meist gegen 17 Uhr – manchmal früher, manchmal später. Und an den meisten Wochenenden hatte ich frei, um die Umgebung zu entdecken.

Herausforderungen, Überraschungen und kulturelle Eindrücke

„Die größte Herausforderung: Das freie Sprechen! Aber mit jedem Tag wurde es leichter.“

Ich habe Englisch in der Schule geliebt, aber das echte amerikanische Englisch ist nun mal etwas anderes. Wie ich schnell merkte: Das Verstehen war kein großes Problem… aber das Sprechen war doch etwas schwieriger.

Was mich am meisten positiv überrascht hat? Vor allem die Freundlichkeit und Gelassenheit! Die Kolleginnen und Kollegen sind hier unglaublich gelassen auch wenn sie Stress haben und das macht diese Arbeitsatmosphäre so entspannt. Und siehe da, trotz der Gelassenheit klappt alles.

Kulturelle Besonderheiten

„Die offene Art der Amerikaner verbunden mit ihrer Gastfreundschaft höfflichen Art.

Die Amerikaner sind offen, gastfreundlich und höflich – und alles ist größer. Lebensmittelverpackungen, Getränke, Autos… einfach ALLES.

Was ich gelernt habe – beruflich und persönlich

Es war cool auch mal Entscheidungen mitzuerleben, bei denen man nicht zuerst im Gesetz rumblättern muss.

Während meiner Zeit hier habe ich nicht nur meine Spontanität geschärft, sondern auch gemerkt, wie gut ich mich in neuen Situationen zurechtfinden kann. Besonders wertvoll ist aber die Erfahrung, eine Non-Profit-Organisation kennenzulernen und den Unterschied zur deutschen Verwaltung zu sehen.

Persönliche Tipps für eine erfolgreiche Fremdausbildung

  1. Man muss bereit sein, auf Familie und Freunde zu verzichten – zumindest zeitweise. Und man sollte sich bewusst sein, dass das Leben im Ausland teurer sein kann als zuhause.
  2. Such Dir einen Partner, der Dir bei organisatorischen Fragen vor Ort zur Seite steht.
  3. Informiere rechtzeitig das Niedersächsische Innenministerium als Deine Ausbildungsbehörde über Deine Ideen und Vorhaben.
  4. Packe Deinen Koffer richtig! Wetterangepasste Kleidung, ein Adapter, Medikamente und Dein Handy sind ein MUSS.

Ein Highlight? Ganz klar der Showcase!

Es war atemberaubend zu sehen, wie eine solch große Anlage innerhalb von wenigen Tagen zu einem so gut strukturierten Veranstaltungsort werden kann.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Ganz klar, Nichts!

Weil man wächst. Weil man lernt. Weil man neue Perspektiven entdeckt.

Warum ich eine Auslandsfremdausbildung im dualen Studiengang „Allgemeine Verwaltung“ beim Niedersächsischen Innenministerium jedem ans Herz lege? Man verlässt seine Komfortzone und sammelt Erfahrungen, die in keinem Hörsaal vermittelt werden können.

Veröffentlicht am: 08.04.2026


Quelle: Ein Blick hinter die Kulissen des Aiken Horse Park

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