Alles zum Thema

„Stipendium“

Duales Studium & Stipendium

Das duale Studium liegt voll im Trend. Entscheidest du dich für diesen Ausbildungsweg, erhältst du das Beste aus beiden Welten: das praktische Arbeiten in einem Unternehmen und die Theorie an einer Hochschule oder Uni. Ein echter Pluspunkt: Du verdienst von Anfang an dein eigenes Geld.

Beim Land Niedersachsen absolvierst du die Praxisphasen in der Landesverwaltung und genießt von Anfang an Beamtenstatus. Im Anschluss an das Studium bestehen beste Chancen auf eine Beschäftigung beim Land. Die Kolleginnen und Kollegen warten schon auf Nachwuchskräfte wie dich!

 

Eine weitere Möglichkeit Deinen Karriereweg bei der Landesverwaltung zu starten, ist das Studium mit Stipendium. Dafür musst du nicht hochbegabt sein oder deinen Schulabschluss mit Bestnoten bestanden haben. Bei diesem Modell gelten nur etwas andere Rahmenbedingungen. Du verpflichtest dich nach Abschluss deines Studiums, für mindestens fünf Jahre beim Land Niedersachsen zu arbeiten - gerne auch länger. Der Vorteil: Die Verbeamtung erfolgt meist direkt nach dem Studium, und die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bleibt dir erspart.

Mit einem Betrag von 900 bis 1.400 Euro monatlich - je nach Berufswahl - deckt das Stipendium Deinen Grundbedarf. Du kannst dich also ganz auf dein Studium konzentrieren und brauchst nicht nebenher zu jobben. Purer Luxus, oder?


Quelle: Duales Studium & Stipendium
„Der öffentliche Dienst braucht genau dich – so wie du bist“

Wie kommt man aus Brasilien ins niedersächsische Innenministerium?

„Mit ganz viel Motivation, Mut – und To-do-Listen! Ich heiße Carol, bin 33 Jahre alt, lebe seit 2010 mit meinem Mann und zwei Hunden in Deutschland. Ich arbeite seit Kurzem im niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport im Bereich Digitalisierung. Dass ich heute hier sein darf, erfüllt mich mit großem Stolz – denn mein Ziel war es schon lange, dem Staat zu dienen. Nach meiner Einbürgerung habe ich meinem Mann im Neuen Rathaus gesagt: ‚Ich will verbeamtet werden.‘ Und jetzt bin ich auf dem besten Weg dahin! Mein Traum wird gerade zur Wirklichkeit.“

Wie war dein Weg in die Verwaltung – gerade auch als Frau mit Migrationsgeschichte?

„Ganz ehrlich? Der Anfang war nicht einfach. Ich hatte oft das Gefühl, dass mein Deutsch nicht gut genug ist – gerade für die Verwaltung. Doch die Menschen im Bewerbungsprozess waren unglaublich geduldig und offen. Mein Weg in die Verwaltung begann mit der Bewerbung um ein Stipendium an der Hochschule. Im Assessment Center wurde ich bestärkt: ‚Du gehörst hierher.‘ Das hat mir Mut gemacht. Mein duales Studium in Verwaltungsinformatik beim Land Niedersachsen war vor allem am Anfang sehr herausfordernd – die Sprache, die Fachbegriffe… Aber ich habe nicht aufgegeben, mich reingekniet. Und am Ende stand da trotz Startschwierigkeiten eine richtig gute Abschlussnote.“

Du arbeitest heute im Projektmanagement für Digitalisierung. Wie fühlt sich das an?

„Es ist ein Wahnsinnsgefühl! Ich gestalte die digitale Transformation im öffentlichen Dienst mit – und sehe, wie durch meine Arbeit echte Veränderungen angestoßen werden. Die Arbeit im Bereich Digitalisierung im öffentlichen Dienst gibt mir das Gefühl, aktiv zur Modernisierung unseres Staates beizutragen. Ich betreue mittlerweile ein eigenes Projekt und verantworte den Bereich Statistik. Mein IT-Hintergrund hilft mir sehr, auch wenn ich selbst nicht programmiere. Ich trage Verantwortung, entwickle neue Ideen – das macht Spaß und gibt mir Sinn.“

Was hat dir auf deinem Weg besonders geholfen?

„Ganz klar: Organisation. Ich liebe To-do-Listen! Neben meinem Vollzeitjob studiere ich aktuell berufsbegleitend ‚Digitale Transformation‘ im Master. Es ist manchmal viel, aber mit Struktur und Leidenschaft geht es. Und: Ich habe mich nie von Zweifeln aufhalten lassen – auch nicht von sprachlichen Hürden. Ich habe gelernt, dass jede/-r wachsen kann. Fachtexte lesen, über Themen sprechen – das hat meine Sprache und mein Selbstbewusstsein gestärkt.“

Was würdest du anderen Menschen mit Migrationsgeschichte sagen, die überlegen, sich beim Land Niedersachsen zu bewerben?

„Bitte traut euch! Der öffentliche Dienst braucht eure Perspektiven. Vielfalt macht uns stärker. Ich weiß, wie es sich anfühlt, das Gefühl zu haben, man müsse sich doppelt beweisen. Aber: Jede Person bringt etwas Einzigartiges mit. Kulturelle Unterschiede sind ein Gewinn – kein Hindernis. Vielfalt bringt unterschiedliche Perspektiven ein und sorgt für gerechtere, ausgewogenere Entscheidungen. Wenn verschiedene Kulturen und Erfahrungen zusammenkommen, entsteht Innovation – und genau das braucht der öffentliche Dienst, um sich weiterzuentwickeln und wirklich inklusiv zu werden.

Und es gibt so viele Unterstützungsangebote: Sprachkurse, Beratung, … Was mir sehr geholfen hat, war das Lesen von Fachtexten und das Sprechen über die Themen – das schult nicht nur die Sprache, sondern auch die fachliche Ausdruckskraft.“

Du warst auch Teil der Kampagne „Vielfalt öffentlicher Dienst“. Wie war das für dich?

„Das war ein absoluter Herzensmoment und eine unvergessliche Erfahrung! Ich durfte mit meiner Geschichte andere Menschen erreichen, motivieren, inspirieren.

Ich wollte zeigen: Ja, ihr habt eine Stimme und ihr gehört hierher – auch in die Verwaltung. Der öffentliche Dienst ist für alle da. Wenn du etwas bewegen willst, dann ist das genau der richtige Ort für dich. Hab keine Angst, den ersten Schritt zu machen – du hast so viel zu geben!

Und ich habe gemerkt: Viele fühlen sich dadurch gesehen. Ich habe Nachrichten bekommen von Menschen, die sich dank meines Videos beworben haben – das hat mich tief berührt. Als Kind wollte ich Schauspielerin werden – da war das Video auch ein kleiner Kindheitstraum, der wahr wurde!“

Und wie sieht deine Zukunft im öffentlichen Dienst aus?

„In fünf Jahren bin ich – hoffentlich – verbeamtet, vielleicht Mama, vielleicht auf dem Weg zur Promotion in Cybersicherheit. Ich bin dankbar, dass ich hier als Frau, Migrantin und künftige Mutter im öffentlichen Dienst eine stabile, wertschätzende Karriere aufbauen kann, ohne Benachteiligung sondern mit echten Perspektiven. Und wenn ich etwas ändern dürfte? Dann würde ich sofort alles digitalisieren – keine Papierberge mehr! Aber bis dahin arbeite ich mit vollem Einsatz an der Veränderung.“

Deine letzte Botschaft an alle, die noch zögern?

„Wenn ich es geschafft habe, schaffst du das auch. Der öffentliche Dienst ist für alle da – auch für dich. Lass dich nicht von der Sprache oder kulturellen Unterschieden abschrecken. Du musst dich nicht verbiegen. Dein Weg, deine Geschichte, deine Stimme: Sie zählen. Unser Staat braucht Menschen wie dich – genau so, wie du bist.“


Quelle: „Der öffentliche Dienst braucht genau dich – so wie du bist“
Informatik meets Verwaltung

Sven ist 31 Jahre alt, kommt aus Bad Fallingbostel und studiert im zweiten Semester dual Verwaltungsinformatik beim Land Niedersachsen.

Warum hast Du Dich dafür entschieden, Verwaltungsinformatik dual beim Land zu studieren?

Sven: Ich wollte etwas Neues machen und außerhalb der freien Wirtschaft arbeiten. Dann habe ich den Bachelor of Science „Verwaltungsinformatik“ entdeckt. Das duale Studium hat mich direkt angesprochen.

Was gefällt Dir am Studium bzw. Deiner Arbeit?

Sven: Ich habe vorher eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gemacht. Dadurch sind mir viele Themen nicht ganz fremd. Die Vertiefung dieser Themen ist total interessant. Zusätzlich finde ich es total spannend zu lernen, wie die Verwaltung funktioniert.

Welches Modul/ Welche Veranstaltung hat dir bis jetzt am besten gefallen?

Sven: Das eine Modul gab es bisher gar nicht. Vielmehr waren es mehrere Module, die mir gefallen haben – vor allem im Bereich Projektmanagement und Wirtschaftsinformatik.

Welche Vorteile bietet das Duale Studium beim Land Niedersachsen?

Sven: Einerseits wird das Studium „Verwaltungsinformatik“ durch ein Stipendium gefördert. Das bedeutet man erhält rund 1.300 € im Monat.  Andererseits bekommt man viele interessante Einblicke in verschiedene Behörden und versteht dadurch besser, wie die Verwaltung und der öffentliche Dienst funktionieren. Außerdem ist das Land Niedersachsen ein sicherer Arbeitgeber, der eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Was ist Dein Plan für nach dem Studium? In welchem Bereich möchtest Du gerne arbeiten?

Sven: Das habe ich für mich noch gar nicht festgelegt, sondern mir komplett offengehalten. Meine Priorität ist erstmal das Studium zu beenden und in den Praxisphasen und Praktika in verschiedene Bereiche reinzuschauen.

Wem würdest Du das Studium empfehlen?

Sven: Das Studium würde ich jedem empfehlen, der sowohl Informatik interessant findet, als auch mehr über die Abläufe und Strukturen in der Verwaltung lernen möchte und dies dazu noch bei einem interessanten Arbeitgeber absolvieren möchte. Das Studium ist auch so konzipiert, dass man es auch weitestgehend ohne Vorerfahrung absolvieren kann.

Was machst Du als Ausgleich zum Studium bzw. zu Deiner Arbeit?

Sven: Als Ausgleich zum Studium engagierte ich mich ehrenamtlich bei den Johannitern auf Sanitätsdiensten und bei der DLRG im Rettungssport. Außerdem gehe ich gerne schwimmen und wandern.

---------------------------------------------

Mehr Infos zum dualen Studium „Verwaltungsinformatik“ findest Du hier.


Quelle: Informatik meets Verwaltung

Stellenausschreibungen

Ausbildung

Duales Studium

Bachelor of Science (B. Sc.) Verwaltungsinformatik Fachrichtung Polizei (m/w/d)
Polizeiakademie Niedersachsen, 30163 Hannover
Freie Plätze: 15
Beginn: 01.09.2026
Bewerbungsschluss: 30.04.2026
Stellennummer: 114014
Bachelor of Science (B. Sc.) Verwaltungsinformatik (Stipendium) (m/w/d)
Nds. Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, 21339 Lüneburg
Nds. Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, 38100 Braunschweig
Nds. Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, 26122 Oldenburg
Nds. Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, 30159 Hannover
Freie Plätze: 40
Beginn: 01.09.2026
Bewerbungsschluss: 30.04.2026
Stellennummer: 110911

Berufsvorbereitung nach dem Studium