Endlich! Dein Schulabschluss ist in Sicht. Und nun suchst Du hier den passenden Ausbildungsberuf. Das trifft sich prima, denn wir suchen Dich!
Junge Menschen die ihre eigene Zukunft ebenso im Blick haben, wie die der Gesellschaft.
Du möchtest Dich sozial engagieren, aktiv den Fortschritt des Landes mitgestalten und ein wichtiger Teil unseres Teams werden? Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in einer der Dienststellen des Landes hast Du die Möglichkeit. Sei dabei!
Ach ja, da wäre noch etwas: „Landesverwaltung“ - klingt das für Dich nach verstaubten Akten und langweiliger Schreibtischtätigkeit? Dann wird es Zeit, dem Ganzen ein neues Image zu verpassen. Sollte Büroarbeit nicht Dein Ding sein, fühlst Du Dich vielleicht in der Holzverarbeitung, der Mechatronik, in Laboren oder Forschung zu Hause. Oder gehen Deine Interessen eher in Richtung Gartenbau, Marketing, Kranken- oder Tierpflege? Wie wäre es mit IT, Kultur oder Geomatik? Übrigens ist auch die klassische Verwaltungsarbeit viel interessanter, als Du denkst.
Finde in den mehr als 80 Ausbildungsberufen Deinen Platz bei uns. Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, welche Richtung Du einschlagen möchtest, nutze den Berufe-Check. Er hilft Dir herauszufinden, welcher Ausbildungsberuf zu Dir passt.
Sie sind eine Ingenieurin oder ein Ingenieur? Mit Ihrem Knowhow und Ideenreichtum sind Sie beim Land Niedersachsen genau richtig!
So zahlreich wie die Studiengänge sind auch die Aufgaben und Einsatzgebiete im öffentlichen Dienst: Elektrotechnik, Architektur, Geologie, Energie, Umwelt-, Arten- und Katastrophenschutz, Lebensmittelsicherheit, E-Mobilität, Hochbau, Tourismus, Kultur uvm.
Egal, ob Sie einen Bachelor- oder Masterabschluss haben, stöbern Sie in den aktuellen Angeboten.
Um zu entdecken, welche Behörden Ingenieurinnen und Ingenieure einstellen oder ausbilden, scrollen Sie weiter runter. Einen ersten Einblick in die Themen der einzelnen Behörden und eine Verlinkung zur Internetseite finden Sie ebenfalls dort.
In Kürze finden Sie hier mehr als zwanzig Behörden. Schauen Sie gerne wieder vorbei!
Inter…was? Eine „Interkultur“ entsteht durch das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen. Wissenswert: In Niedersachsen haben rund ein Viertel der Menschen eine eigene oder eine familiäre Zuwanderungsbiographie. So vielfältig wie die Menschen im Land ist auch der Arbeitgeber Niedersachsen. Diese gelebte Vielfalt sowohl in der Personalpolitik als auch im Arbeitsalltag zu leben, ist uns wichtig. Deshalb setzt sich das Land für chancengleiche Einstellungsverfahren und eine Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede ein. Diesen Prozess unterstützen wir durch Fortbildungen für die Beschäftigten und insbesondere für Führungskräfte.
Um jeden zu erreichen, werden die Informationen auf dem Karriereportal auch in unterschiedlichen Sprachen angeboten. Wählen Sie dafür rechts oben über das entsprechende Tool einfach Ihre gewünschte Sprache aus. Sollte dennoch bei allem Bemühen etwas unklar sein, melden Sie sich gerne über das Kontaktformular.
Wie ist es eigentlich, für das Land Niedersachsen zu arbeiten? Eine vage Vorstellung mag man ja haben. Aber wie sieht die Realität aus?
Host und Moderator Malte Schlumbohm wirft einen Blick hinter die Kulissen. In unserem Podcast trifft er illustre Gäste aus Politik, Verwaltung, Forschung, Bildung und Kultur. Es geht um Erfahrungsberichte und unkonventionelle Biografien, um Berufung, Inspirationen und persönliche Triebfedern. Alle diese Menschen zeichnen ein Bild ihres Arbeitsalltags im Dienste des Landes und geben Berufseinsteigern Tipps für deren Karrierestart.
Hören Sie sich durch 32 Folgen und lassen Sie sich von interessanten Berufen und Aufgaben überraschen!
Meine Fremdausbildung in den USA – Ein Blick hinter die Kulissen des Aiken Horse Park
„Gerade bin ich mittendrin in einer Erfahrung, die mich sowohl fachlich als auch persönlich enorm wachsen lässt.“
Ich bin Leevke und studiere Allgemeine Verwaltung beim Land Niedersachsen an der Hochschule Osnabrück. Schon früh wusste ich, dass ich gerne in der Verwaltung arbeiten möchte. Die Mischung aus Theorie und Praxis gefällt mir besonders. Und da ich bereits die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen habe, war klar: Das duale Studium beim Land ist genau mein Weg!
Warum es mich in die USA zog
„Ich wollte sehen, wie Verwaltung außerhalb Deutschlands funktioniert.“
Die USA begleiten mich schon fast mein ganzes Leben. Mit 5 war ich das erste Mal da und seitdem mindestens einmal jährlich. Doch das reichte mir irgendwann nicht mehr. Ich wollte mehr als Urlaube – ich wollte erfahren, wie sich das echte amerikanische Leben anfühlt. So führte mich mein Weg für 8 Wochen zur Aiken Horse Park Foundation in South Carolina – eine Non-Profit-Organisation rund um den Pferdesport. Für ein Pferdemädchen wie mich ein absoluter Glücksgriff.
Ein Arbeitsrhythmus, der anders ist
In der amerikanischen Arbeitswelt ticken die Uhren ein wenig anders. Während deutsche Verwaltungen oft früh starten, beginnt der Tag hier entspannt um 9 Uhr. Für mich bedeutete das: Morgens keinen Stress, sondern Ruhe zum Ankommen.
Der Arbeitsalltag selbst ist eine Mischung aus Outdoor- und Indooraufgaben – perfekt für jemanden, der Pferde liebt und gleichzeitig Verwaltungsaufgaben mag. Jeden Dienstag findet ein „Schooling Day“ statt. Reiter melden sich online an, zahlen eine Gebühr und nutzen je nach Buchung Dressurviereck, Hunter-Parcours oder den vom Olympiareiter gestalteten Springparcours. Daneben richten wir große Events aus: von Dressurturnieren bis zu großen Showcases.
Meine Aufgaben – vielseitig und oft mitten im Geschehen
Ich durfte in vielen verschiedenen Bereichen mitwirken, darunter:
Koordination der Schooling Days
Unterstützung der „Equine Educational Series“
Pflege von Excel-Listen wie den Release and Indemnity Forms („Freistellungs- und Haftungsfreistellungsformulare“)
Erstellung der „Accommodations Tax“ ATAX (Beherbergungssteuer)
Organisation von Verbrauchsmaterialien
Organisation und Mitwirkung an großen Veranstaltungen wie Showcases und Dressurturnieren
VIP- und Gate-Stuart-Aufgaben während der Events
Mein Arbeitstag endete meist gegen 17 Uhr – manchmal früher, manchmal später. Und an den meisten Wochenenden hatte ich frei, um die Umgebung zu entdecken.
Herausforderungen, Überraschungen und kulturelle Eindrücke
„Die größte Herausforderung: Das freie Sprechen! Aber mit jedem Tag wurde es leichter.“
Ich habe Englisch in der Schule geliebt, aber das echte amerikanische Englisch ist nun mal etwas anderes. Wie ich schnell merkte: Das Verstehen war kein großes Problem… aber das Sprechen war doch etwas schwieriger.
Was mich am meisten positiv überrascht hat? Vor allem die Freundlichkeit und Gelassenheit! Die Kolleginnen und Kollegen sind hier unglaublich gelassen auch wenn sie Stress haben und das macht diese Arbeitsatmosphäre so entspannt. Und siehe da, trotz der Gelassenheit klappt alles.
Kulturelle Besonderheiten
„Die offene Art der Amerikaner verbunden mit ihrer Gastfreundschaft höfflichen Art.
Die Amerikaner sind offen, gastfreundlich und höflich – und alles ist größer. Lebensmittelverpackungen, Getränke, Autos… einfach ALLES.
Was ich gelernt habe – beruflich und persönlich
Es war cool auch mal Entscheidungen mitzuerleben, bei denen man nicht zuerst im Gesetz rumblättern muss.
Während meiner Zeit hier habe ich nicht nur meine Spontanität geschärft, sondern auch gemerkt, wie gut ich mich in neuen Situationen zurechtfinden kann. Besonders wertvoll ist aber die Erfahrung, eine Non-Profit-Organisation kennenzulernen und den Unterschied zur deutschen Verwaltung zu sehen.
Persönliche Tipps für eine erfolgreiche Fremdausbildung
Man muss bereit sein, auf Familie und Freunde zu verzichten – zumindest zeitweise. Und man sollte sich bewusst sein, dass das Leben im Ausland teurer sein kann als zuhause.
Such Dir einen Partner, der Dir bei organisatorischen Fragen vor Ort zur Seite steht.
Informiere rechtzeitig das Niedersächsische Innenministerium als Deine Ausbildungsbehörde über Deine Ideen und Vorhaben.
Packe Deinen Koffer richtig! Wetterangepasste Kleidung, ein Adapter, Medikamente und Dein Handy sind ein MUSS.
Ein Highlight? Ganz klar der Showcase!
Es war atemberaubend zu sehen, wie eine solch große Anlage innerhalb von wenigen Tagen zu einem so gut strukturierten Veranstaltungsort werden kann.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Ganz klar, Nichts!
Weil man wächst. Weil man lernt. Weil man neue Perspektiven entdeckt.
Warum ich eine Auslandsfremdausbildung im dualen Studiengang „Allgemeine Verwaltung“ beim Niedersächsischen Innenministerium jedem ans Herz lege? Man verlässt seine Komfortzone und sammelt Erfahrungen, die in keinem Hörsaal vermittelt werden können.
Wenn man mich fragt, was mich antreibt, dann ist es vor allem eines: Sinn stiften und Menschen Chancen eröffnen. Mein Weg ins Arbeitgebermarketing des Landes Niedersachsen hat genau damit zu tun. Nach meinem dualen Studium „Allgemeine Verwaltung“ war für mich schnell klar, dass ich nicht nur Teil der Landesverwaltung bleiben möchte – ich wollte aktiv mitgestalten, wie wir als Arbeitgeber wahrgenommen werden. Als ich mich im Nds. Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung beworben habe, war die Stelle im Arbeitgebermarketing nicht direkt ausgeschrieben. Im Bewerbungsgespräch habe ich meinen Wunsch geäußert, in genau diesem Bereich zu arbeiten. Dass sich daraus tatsächlich eine Position ergeben hat, war für mich ein besonderer Moment.
Chancen sichtbar machen – für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler
Meine ersten Aufgaben drehten sich vor allem um zwei Zielgruppen, die mir persönlich sehr am Herzen liegen: Spitzensportlerinnen und Spitzensportler sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.
Als ehemalige Leistungssportlerin weiß ich, wie herausfordernd es sein kann, Sport auf höchstem Niveau mit beruflichen Zukunftsplänen zu verbinden. Deshalb hat mich das Spitzensportförderprogramm des Landes begeistert: Es bietet Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, das duale Studium „Allgemeine Verwaltung“ flexibel zu absolvieren – in Teilzeit, mit erweiterter Studiendauer und unterstützt durch Sonderurlaub für Wettkämpfe und Trainingsphasen.
Um dieses Angebot bekannter zu machen, bin ich an Schulen gegangen, habe direkt mit jungen Talenten gesprochen und das Programm vorgestellt. Diese persönlichen Gespräche waren für mich prägend: Man merkt sofort, wenn man junge Menschen wirklich erreicht.
Für Vielfalt werben – und sie sichtbar machen
Parallel habe ich eine Videokampagne für Menschen mit Migrationsgeschichte initiiert. Ziel war es, nicht “über” diese Zielgruppe zu sprechen, sondern Erfolgsgeschichten zu zeigen und Vorbilder zu schaffen. Denn Vielfalt ist bei uns keine Besonderheit – sie ist Realität. Die Kampagne wurde landesweit gedreht, von Behördenstandorten bis zu echten Arbeitsumgebungen. Ein begleitender Imagefilm wird sogar demnächst im Kino zu sehen sein.
Zusätzlich haben wir eine zentrale Landingpage, Informationsmaterialien und Leitfäden entwickelt – damit Bewerbende Orientierung bekommen und Dienststellen Kulturkompetenz weiter stärken können.
Unser Weg auf LinkedIn – der Arbeitgeber Niedersachsen wird sichtbar
Heute liegt mein Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Weiterentwicklung unseres LinkedIn-Auftritts. Die Plattform gewinnt für die Fachkräftegewinnung stetig an Bedeutung, und wir zeigen dort – gemeinsam mit allen Ressorts – wie vielfältig, modern und menschlich die Landesverwaltung ist. Von echten Berufseinblicken über ressortübergreifende Kampagnen bis zu der Bewerbung von Stellenangeboten – LinkedIn ist ein kraftvolles Werkzeug, um Talente auf authentische Weise zu erreichen.
Besonders spannend ist dabei, dass ich Projekte eigenständig entwickeln und begleiten kann – von der Idee bis zur Umsetzung. In den nächsten Monaten stehen Fotoprojekte in verschiedenen Ressorts an, um die Berufswelt beim Land Niedersachsen noch sichtbarer zu machen. Authentische Menschen, echte Arbeitswelten, nahbare Geschichten – genau das begeistert mich.
Was ich an meinen Job liebe
Man konnte direkt von Anfang an Verantwortung übernehmen und Projekte gestalten, die Niedersachsen ein Stück moderner und offener machen. Natürlich gibt es Herausforderungen – Struktur, Vergaberecht, Abstimmungsprozesse. Aber: Wo ein Wille ist, findet sich ein Weg.
Was mir am meisten Freude macht?
Innovativ arbeiten und Menschen für den öffentlichen Dienst begeistern. Ich kann jeden Tag daran mitarbeiten starke Menschen für das Land Niedersachsen zu gewinnen. Toll ist auch die Abwechslung, die ich in diesem Job habe. Es ist kein klassischer Bürojob. Gestern konnte ich meinen Tag draußen bei einem Fotoshooting auf der Baustelle des Südschnellweges verbringen, am Wochenende bin ich auf Messen unterwegs und ab und zu erreiche ich junge Menschen direkt über die Schulen. Natürlich ist es wichtig, dass man in diesem Job keine Probleme mit Kommunikation und neuen Erfahrungen hat. Aber wenn man es liebt viel unterwegs zu sein und mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten, dann ist der Job genau das Richtige.
Mein Tipp an junge Talente
Wenn ich meinem jüngeren Ich etwas sagen würde, dann: Halte an deinen Zielen fest. Wenn du etwas wirklich willst, schaffst du das.
Und wenn du Lust hast, Niedersachsen mitzugestalten – mit Haltung, Neugier und Mut – dann bist du bei uns genau richtig.
Wie kommt man aus Brasilien ins niedersächsische Innenministerium?
„Mit ganz viel Motivation, Mut – und To-do-Listen! Ich heiße Carol, bin 33 Jahre alt, lebe seit 2010 mit meinem Mann und zwei Hunden in Deutschland. Ich arbeite seit Kurzem im niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport im Bereich Digitalisierung. Dass ich heute hier sein darf, erfüllt mich mit großem Stolz – denn mein Ziel war es schon lange, dem Staat zu dienen. Nach meiner Einbürgerung habe ich meinem Mann im Neuen Rathaus gesagt: ‚Ich will verbeamtet werden.‘ Und jetzt bin ich auf dem besten Weg dahin! Mein Traum wird gerade zur Wirklichkeit.“
Wie war dein Weg in die Verwaltung – gerade auch als Frau mit Migrationsgeschichte?
„Ganz ehrlich? Der Anfang war nicht einfach. Ich hatte oft das Gefühl, dass mein Deutsch nicht gut genug ist – gerade für die Verwaltung. Doch die Menschen im Bewerbungsprozess waren unglaublich geduldig und offen. Mein Weg in die Verwaltung begann mit der Bewerbung um ein Stipendium an der Hochschule. Im Assessment Center wurde ich bestärkt: ‚Du gehörst hierher.‘ Das hat mir Mut gemacht. Mein duales Studium in Verwaltungsinformatik beim Land Niedersachsen war vor allem am Anfang sehr herausfordernd – die Sprache, die Fachbegriffe… Aber ich habe nicht aufgegeben, mich reingekniet. Und am Ende stand da trotz Startschwierigkeiten eine richtig gute Abschlussnote.“
Du arbeitest heute im Projektmanagement für Digitalisierung. Wie fühlt sich das an?
„Es ist ein Wahnsinnsgefühl! Ich gestalte die digitale Transformation im öffentlichen Dienst mit – und sehe, wie durch meine Arbeit echte Veränderungen angestoßen werden. Die Arbeit im Bereich Digitalisierung im öffentlichen Dienst gibt mir das Gefühl, aktiv zur Modernisierung unseres Staates beizutragen. Ich betreue mittlerweile ein eigenes Projekt und verantworte den Bereich Statistik. Mein IT-Hintergrund hilft mir sehr, auch wenn ich selbst nicht programmiere. Ich trage Verantwortung, entwickle neue Ideen – das macht Spaß und gibt mir Sinn.“
Was hat dir auf deinem Weg besonders geholfen?
„Ganz klar: Organisation. Ich liebe To-do-Listen! Neben meinem Vollzeitjob studiere ich aktuell berufsbegleitend ‚Digitale Transformation‘ im Master. Es ist manchmal viel, aber mit Struktur und Leidenschaft geht es. Und: Ich habe mich nie von Zweifeln aufhalten lassen – auch nicht von sprachlichen Hürden. Ich habe gelernt, dass jede/-r wachsen kann. Fachtexte lesen, über Themen sprechen – das hat meine Sprache und mein Selbstbewusstsein gestärkt.“
Was würdest du anderen Menschen mit Migrationsgeschichte sagen, die überlegen, sich beim Land Niedersachsen zu bewerben?
„Bitte traut euch! Der öffentliche Dienst braucht eure Perspektiven. Vielfalt macht uns stärker. Ich weiß, wie es sich anfühlt, das Gefühl zu haben, man müsse sich doppelt beweisen. Aber: Jede Person bringt etwas Einzigartiges mit. Kulturelle Unterschiede sind ein Gewinn – kein Hindernis. Vielfalt bringt unterschiedliche Perspektiven ein und sorgt für gerechtere, ausgewogenere Entscheidungen. Wenn verschiedene Kulturen und Erfahrungen zusammenkommen, entsteht Innovation – und genau das braucht der öffentliche Dienst, um sich weiterzuentwickeln und wirklich inklusiv zu werden.
Und es gibt so viele Unterstützungsangebote: Sprachkurse, Beratung, … Was mir sehr geholfen hat, war das Lesen von Fachtexten und das Sprechen über die Themen – das schult nicht nur die Sprache, sondern auch die fachliche Ausdruckskraft.“
Du warst auch Teil der Kampagne „Vielfalt öffentlicher Dienst“. Wie war das für dich?
„Das war ein absoluter Herzensmoment und eine unvergessliche Erfahrung! Ich durfte mit meiner Geschichte andere Menschen erreichen, motivieren, inspirieren.
Ich wollte zeigen: Ja, ihr habt eine Stimme und ihr gehört hierher – auch in die Verwaltung. Der öffentliche Dienst ist für alle da. Wenn du etwas bewegen willst, dann ist das genau der richtige Ort für dich. Hab keine Angst, den ersten Schritt zu machen – du hast so viel zu geben!
Und ich habe gemerkt: Viele fühlen sich dadurch gesehen. Ich habe Nachrichten bekommen von Menschen, die sich dank meines Videos beworben haben – das hat mich tief berührt. Als Kind wollte ich Schauspielerin werden – da war das Video auch ein kleiner Kindheitstraum, der wahr wurde!“
Und wie sieht deine Zukunft im öffentlichen Dienst aus?
„In fünf Jahren bin ich – hoffentlich – verbeamtet, vielleicht Mama, vielleicht auf dem Weg zur Promotion in Cybersicherheit. Ich bin dankbar, dass ich hier als Frau, Migrantin und künftige Mutter im öffentlichen Dienst eine stabile, wertschätzende Karriere aufbauen kann, ohne Benachteiligung sondern mit echten Perspektiven. Und wenn ich etwas ändern dürfte? Dann würde ich sofort alles digitalisieren – keine Papierberge mehr! Aber bis dahin arbeite ich mit vollem Einsatz an der Veränderung.“
Deine letzte Botschaft an alle, die noch zögern?
„Wenn ich es geschafft habe, schaffst du das auch. Der öffentliche Dienst ist für alle da – auch für dich. Lass dich nicht von der Sprache oder kulturellen Unterschieden abschrecken. Du musst dich nicht verbiegen. Dein Weg, deine Geschichte, deine Stimme: Sie zählen. Unser Staat braucht Menschen wie dich – genau so, wie du bist.“
Hi, ich bin Gernus, 28 Jahre alt, komme aus dem Osnabrücker Land und arbeite beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Osnabrück. Ich habe 2025 meine Ausbildung zum Verwaltungswirt abgeschlossen und arbeite nun im Bereich „Nichtlehrendes Personal“.
Jeder Bereich hatte seine eigenen Herausforderungen
Neben dem Bereich „Nichtlehrendes Personal“ habe ich in meiner Ausbildung noch vier weitere Praxisabschnitte bei uns im Haus kennengelernt. Jeder Bereich hatte seine eigenen Herausforderungen, was die Ausbildung sehr abwechslungsreich gestaltet hat. Diese Abwechslung hat dafür gesorgt, dass ich gut entscheiden konnte in welchem Bereich ich überhaupt arbeiten möchte.
Im Bereich „Nichtlehrendes Personal“ bin ich für Einstellungen, Vertragsänderungen und Personalangelegenheiten des nichtlehrenden Personals an Schulen zuständig. Nichtlehrendes Personal an Schulen sind übrigens u.a. pädagogische Mitarbeiter/-innen, sozialpädagogische Fachkräfte in der schulischen Sozialarbeit, aber auch Schulassistent/-innen.
Dank meiner Tätigkeit beim RLSB habe ich nun die Möglichkeit, Menschen zu helfen, Hindernisse zu überwinden.
Ich habe mich für die Ausbildung beim RLSB entschieden, weil mich ein großes Interesse daran treibt, meine Mitmenschen zu unterstützen. Ich selbst habe auch kurdisch-jesidische Wurzeln und habe bereits früh gemerkt, wie erfüllend es ist, anderen zu helfen, sprachliche Barrieren zu überwinden und beim Ausfüllen von Dokumenten sowie bei bürokratischen Vorgängen zu unterstützen. Durch meine Tätigkeit beim RLSB habe ich nun die Möglichkeit, Menschen dabei zu helfen, diese Hindernisse zu überwinden und den Aufbau wertvoller fachlicher Kompetenz im Bereich Migration, Sprachförderung und sozialer Teilhabe zu ermöglichen.
An meiner Ausbildung ist vor allem besonders, dass man die Ausbildung im Beamtenverhältnis absolviert.
An meiner Ausbildung ist vor allem besonders, dass man die Ausbildung im Beamtenverhältnis absolviert. Das heißt, ich wurde gleich zu Beginn der Ausbildung zum Beamten auf Widerruf ernannt. Die Verbeamtung hat mir von Beginn an ein Gefühl der Sicherheit gegeben und war ein Grund, warum ich mir für die Ausbildung zum Verwaltungswirt entschieden habe.
Eine weitere Besonderheit der Ausbildung ist die Länge von zwei Jahren. Vergleichbare Ausbildungen gehen mit drei Jahren oft ein Jahr länger. Durch die zwei jährige Ausbildung bin ich allerdings schneller fertig und werde dadurch natürlich auch früher voll eingesetzt und bezahlt.
Durch die gemeinsame Zeit in Bad Münder haben sich viele Freundschaften entwickelt, die über die Lehrgänge hinaus Bestand haben.
Die Ausbildung teilt sich übrigens in 3 Bereiche auf, nach einem kurzen Start im RLSB ging es für mich für drei Monate zum Grundlehrgang nach Bad Münder. Dort finden die Theorieblöcke der Ausbildung statt. Im Anschluss an den Grundlehrgang war ich für 12 Monate im RLSB eingesetzt und habe verschiedene Bereiche durchlaufen. Zum Ende der Ausbildung ging es nochmal für 8 Monate nach Bad Münder zum Abschlusslehrgang.
Auch wenn Bad Münder für viele vielleicht abschreckend klingt, muss man sich keine Sorgen machen. Die Unterbringung und Verpflegung werden einem während der gesamten Zeit gestellt und da man zusammen mit dem ganzen Jahrgang vor Ort ist, wird es auch nicht langweilig. Ganz im Gegenteil, durch die gemeinsame Zeit haben sich viele Freundschaften entwickelt, die über die Lehrgänge hinaus Bestand haben.
Sport und Zeit mit Freunden und Familie ist für mich ein wichtiger Ausgleich
Das Arbeiten beim RLSB macht für mich hauptsächlich das Miteinander aus. Bei uns gibt es Menschen aus vielen Kulturen, was immer zu einem regen Austausch führt. Jeder Tag bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich, hierdurch wird das Arbeiten nie langweilig.
Ein wichtiger Ausgleich neben dem Sport ist für mich vor allem die Zeit, die ich mit meinen Freunden und meiner Familie verbringe – so kann ich am besten abschalten.
Naemi ist 23 Jahre alt und studiert dual Allgemeine Verwaltung beim Land Niedersachsen. Ursprünglich kommt sie aus Delmenhorst, ist aber vor rund 2 Jahren für das Studium nach Osnabrück gezogen.
Warum hast Du Dich für das Duale Studium entschieden?
Mich hat besonders der rechtliche Schwerpunkt des Studiums interessiert, vor allem, weil ich ursprünglich mal Jura studieren wollte. Das duale Studium war dann aber perfekt für mich, weil ich schon während des Studiums Praxiserfahrung sammeln und Geld verdienen wollte.
Was zeichnet den Studienstandort Osnabrück aus?
Ganz klar - das Studentenleben! Dadurch, dass man in Osnabrück an der Hochschule mit Studierenden von ganz verschiedenen Studiengängen studiert, lernt man im Rahmen von Hochschulveranstaltungen auch mal andere Leute kennen. Außerdem gibt es in der Altstadt super schöne Cafés, mit gutem Kaffee und einer netten Atmosphäre zum Lernen aber auch zum Quatschen mit Freundinnen und Freunden.
Wo hast Du bisher Deine Praxisphasen absolviert?
Meine Praxisphasen habe ich bei der Polizeiinspektion Osnabrück in der Wirtschaftsverwaltung, beim Landessozialamt in Osnabrück in der Eingliederungshilfe, beim Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (jetzt BMWKMS) in Wien im Bereich der internationalen Kunst und Kulturpolitik und zuletzt beim MI in der Abteilung für Migration absolviert.
Besonders spannend fand ich meine Zeit in Wien, weil ich dort was ganz anderes kennengelernt hab als in den Praxisphasen davor. Mal davon abgesehen, dass ich in einer total schönen Stadt leben durfte, hatte ich super spannende Aufgaben, wie bspw.:
Teilnahme an internationalen Meetings bezüglich der Kunstförderung mit einem Office in der Ukraine
Herausarbeitung und Vorstellung von Argumenten zum Thema „Jugendpartizipation in der EU“
Was macht das Land Niedersachsen als Arbeitgeber attraktiv?
Die Vielfalt. Durch die verschiedenen nachgeordneten Behörden hat man die Möglichkeit in den Praxisphasen viele Einblicke zu erhalten und dadurch Tendenzen für den späteren Arbeitsplatz zu entwickeln.
Was wünscht Du Dir für Dein zukünftiges Berufsleben? In welchem Bereich kannst Du Dir vorstellen nach dem Studium zu arbeiten?
Ich wünsche mir auf jeden Fall eine gute Work-Life-Balance, mit der Möglichkeit ins Homeoffice zu gehen und flexible Arbeitszeiten. Ich kann mir gut vorstellen im sozialen Bereich, wie z.B. in meiner Praxisphase beim Landessozialamt, zu arbeiten, aber auch den Personalbereich finde ich sehr spannend.
Wem würdest Du das Studium beim Land Niedersachsen empfehlen und warum?
Ich würde das Studium jedem empfehlen, der sich aktuell noch nicht auf einen Arbeitsplatz festlegen möchte und Interesse an rechtlichen Themenbereichen hat. Während des Studiums lernt man so viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen, sodass man sich in Ruhe entscheiden kann, wo man später arbeiten möchte.
Wie findest Du einen Ausgleich zum Studium bzw. zur Arbeit?
Ich treffe mich viel mit meinen Freundinnen, zum Kaffee trinken aber auch mal zum Lernen oder zum Spazieren.
Ich versuche eigentlich immer noch mindestens eine Sache am Tag zu unternehmen, vor allem in der Praxisphase, damit man sich nicht in diesem Arbeitszyklus verliert.