Der Weg der Landesverwaltung ist klar: Wir brauchen eine moderne, digitale und sichere Verwaltung, denn nur so lassen sich die vielfältigen Aufgaben, die das Land zu erfüllen hat, schnell und effizient umsetzen.
Viele Behörden in der Landesverwaltung sind bereits gut mit Informationstechnik (IT) ausgestattet. Doch hier gilt es, das Potenzial voll auszuschöpfen und den Prozess der Digitalisierung weiter voranzutreiben. Dafür werden nicht nur IT-Fachleute gesucht. Das Land Niedersachsen bietet viele weitere IT Jobs an. Denn es gibt in den einzelnen Dienststellen viele Möglichkeiten an der Digitalisierung mitzuwirken.
Niedersachsen beabsichtigt:
einen vollständigen Online-Service der Behörden zu realisieren
die Papierakten durch elektronische Aktensysteme zu ersetzen
neue Kommunikationstechnologien zu etablieren
moderne Fachanwendungen und Register mit neuen Technologien flächendeckend einzuführen.
Für diese Prozesse werden motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Sie finden hier nicht nur Stellen als Fachinformatikerin/Fachinformatiker, sondern auch als Projektmanagerin/Projektmanager oder im IT-Recht. Auch als Juristin/Jurist sind Sie hier unverzichtbar.
Kurzum: Für diese umfassenden Vorhaben hat das Land vakante IT Stellen zu besetzen und sucht Personen aus den verschiedensten Berufsfeldern. Hierzu zählen u. a.:
Informatik
Jura
Wirtschaftsinformatik
Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften
IT-Management
Betriebswirtschaft
etc.
Finden Sie Ihren Platz im Team Niedersachsen und helfen Sie dabei diese große Aufgabe weiter voranzutreiben!
Wie sieht der Weg in die Verwaltung wirklich aus – zwischen Hörsaal, Praxisphase und ersten eigenen Verantwortungsbereich steckt oft mehr Abwechslung, als man denkt.
Darüber möchte ich euch heute mehr berichten!
Hey, ich bin Emely Thiel, 20 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf in Sachsen- Anhalt. Im August 2025 bin ich für das duale Studium „Verwaltungswissenschaft“ beim Land Niedersachsen nach Hannover gezogen.
Darum habe ich mich für das Studium entschieden
Wirtschaft, Soziales oder Recht? - das war die Frage, die ich mir zum Ende meiner Schulzeit oft stellte. Zunächst gab es für mich keine Möglichkeit, alles zu kombinieren, bis ich auf den Studiengang „Verwaltungswissenschaft“ und damit einhergehend auf das Land Niedersachsen gestoßen bin.
Jetzt, wo ich bereits zwei Trimester studiert habe, kann ich sicher sagen, dass der Studiengang eine tolle und abwechslungsreiche Kombination aus allen drei Themenbereichen ist. Ich bin sehr froh mich dafür entscheiden zu haben.
Aber warum genau beim Land Niedersachsen?
Ich habe mich zuerst beim Land Niedersachsen beworben, da ich die Vielfältigkeit, die das Land bietet, interessant fand. Schon als ich dann beim Assessment Center war, merkte ich, wie freundlich und kompetent die Menschen sind. Dort wusste ich direkt, dass ich ein Teil dieses tollen Teams werden möchte.
So sieht mein Alltag im Studium aus
Derzeit absolviere ich meine erste Praxisphase beim Referat 14 des Nds. Innenministeriums. Hier bin ich Teil des Arbeitgebermarketing-Teams. Ich darf nicht nur kreative Ideen für unseren Social Media Account sammeln und diesen gemeinsam mit dem Team umsetzen, sondern auch an Messen teilnehmen wie zum Beispiel dem „Tag der Niedersachen“ vom 12. bis 14 Juni in Braunschweig. Darüber hinaus darf ich an Assessment Centern teilnehmen und dort die Bewerber bei ihrem Weg unterstützen, wodurch ich ebenfalls Einblicke in den Bereich der Nachwuchsgewinnung bekomme.
In der Theoriephase studiere ich an der HSVN in Hannover. Dort sind wir in Kursen aufgeteilt, die eine Größe von ca. 30 Personen haben, wodurch ein starker Zusammenhalt entsteht. Durch die „Früh- und Spätwochen“, welche i.d.R. ab 7:45 Uhr oder 13:00 Uhr beginnen, haben wir viel Abwechslung.
Diesen Leuten würde das duale Studium „Verwaltungswissenschaft“ empfehlen
Das Studium kann ich Personen empfehlen, die vor allem Interesse an rechtlichen Themen haben und gerne mit dem Gesetz arbeiten möchten. Das Land Niedersachsen bietet einen sicheren Arbeitsplatz sowie eine gute Work-Life-Balance durch Gleitzeit und Homeoffice. Auch für diejenigen, denen Vielfalt und stätige Weiterentwicklung wichtig ist, ist das Land Niedersachsen ein toller Arbeitgeber, da es unzählige verschiedene Bereiche, von Polizei bis IT, zu entdecken gibt.
Mein Fazit von den ersten beiden Theoriephasen des Studiums
Das Studium ist so konzipiert, dass ihr zuerst zwei Trimester (jeweils vier Monate) Theoriephase an der HSVN absolviert. Durch die verschiedenen Themenbereiche war das Studium bisher sehr abwechslungsreich. Dadurch, dass aufgrund der kleinen Kursgruppen schnell Freundschaften geschlossen werden und ein Zusammenhalt entsteht, ist man nie wirklich auf sich alleine gestellt und hat immer Unterstützung.
Hi, ich heiße Anna-Lena, bin 23 Jahre alt und komme aus dem schönen Ostfriesland. Seit September 2023 studiere ich Allgemeine Verwaltung an der Hochschule Osnabrück – und habe mir dort auch gleich ein gemütliches WG‑Zimmer gesucht. Für mich war dieses Studium ein großer Schritt, aber einer, der sich bisher absolut gelohnt hat.
„Für mich war dieses Studium ein großer Schritt, aber einer, der sich bisher absolut gelohnt hat.“
Die Entscheidung für das duale Studium fiel mir tatsächlich leicht. Nach meinem vorherigen Studium im Bereich Grundschullehramt wusste ich schnell: reine Theorie in riesigen Hörsälen ist nicht mein Weg. Mir hat die Praxis gefehlt, der Bezug zur Realität, die Nähe zu Menschen und Aufgaben. Im dualen Studium gefällt mir besonders die Mischung aus Theorie und Praxis. Man hat eine feste Kursgruppe, alles ist persönlicher und man lernt deutlich intensiver. Und vor allem: Man sieht direkt, wofür man das alles später braucht.
Osnabrück - viele Studis und alles gut erreichbar
Osnabrück hat mich als Stadt sofort abgeholt. Sie ist nicht zu groß und nicht zu klein – einfach gemütlich. Alles ist schnell erreichbar, egal ob man zu Fuß unterwegs ist oder den Bus nimmt. Und überall begegnet man Studierenden, was die Stadt unglaublich lebendig macht. Es gibt immer etwas zu erleben oder zu entdecken.
Bisher durfte ich meine Praxisphasen beim NLBV in Aurich, bei der Polizeiinspektion Leer/Emden und beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung im Referat 303 in Hannover absolvieren. Jede Station war anders und hat mir neue Einblicke gegeben. Besonders spannend war für mich die Zeit im Ministerium – Ministeriumsarbeit einmal hautnah mitzuerleben, war wirklich etwas Besonderes.
„Für mich bietet das Land Niedersachsen vor allem zwei Dinge: Sicherheit und Stabilität.“
Für mich bietet das Land Niedersachsen vor allem zwei Dinge: Sicherheit und Stabilität. Aber auch darüber hinaus überzeugt mich die große Bandbreite an möglichen Tätigkeitsfeldern. Nach dem Studium stehen einem viele Türen offen, und gleichzeitig lässt sich Beruf und Privatleben gut vereinbaren – etwas, das mir persönlich sehr wichtig ist.
Wo es später hingehen?Ganz festgelegt habe ich mich noch nicht. Die Ministeriumsarbeit hat mich sehr fasziniert, und ich könnte mir gut vorstellen, später im sozialen Bereich zu arbeiten. Aber auch die Wirtschaftsverwaltung, die ich bei der PI Leer/Emden kennengelernt habe, hat mir gut gefallen. Ich lasse mich da einfach offen inspirieren und schaue, wo es mich hinzieht.
Wem würde ich das duale Studium empfehlen?
Vor allem Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiten möchten und Abwechslung mögen: Verwaltung, Politik, Organisation und Service am Menschen – all das steckt in diesem Studiengang. Wer Freude an strukturiertem Arbeiten hat und gleichzeitig gesellschaftliche Prozesse mitgestalten will, ist hier genau richtig.
Taekwondo als Ausgleich
Seit 17 Jahren mache ich Taekwondo, und das ist für mich der perfekte Ausgleich zu Studium und Arbeit. Bewegung hilft mir, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken.
Sven ist 31 Jahre alt, kommt aus Bad Fallingbostel und studiert im zweiten Semester dual Verwaltungsinformatik beim Land Niedersachsen.
Warum hast Du Dich dafür entschieden, Verwaltungsinformatik dual beim Land zu studieren?
Sven: Ich wollte etwas Neues machen und außerhalb der freien Wirtschaft arbeiten. Dann habe ich den Bachelor of Science „Verwaltungsinformatik“ entdeckt. Das duale Studium hat mich direkt angesprochen.
Was gefällt Dir am Studium bzw. Deiner Arbeit?
Sven: Ich habe vorher eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gemacht. Dadurch sind mir viele Themen nicht ganz fremd. Die Vertiefung dieser Themen ist total interessant. Zusätzlich finde ich es total spannend zu lernen, wie die Verwaltung funktioniert.
Welches Modul/ Welche Veranstaltung hat dir bis jetzt am besten gefallen?
Sven: Das eine Modul gab es bisher gar nicht. Vielmehr waren es mehrere Module, die mir gefallen haben – vor allem im Bereich Projektmanagement und Wirtschaftsinformatik.
Welche Vorteile bietet das Duale Studium beim Land Niedersachsen?
Sven: Einerseits wird das Studium „Verwaltungsinformatik“ durch ein Stipendium gefördert. Das bedeutet man erhält rund 1.300 € im Monat. Andererseits bekommt man viele interessante Einblicke in verschiedene Behörden und versteht dadurch besser, wie die Verwaltung und der öffentliche Dienst funktionieren. Außerdem ist das Land Niedersachsen ein sicherer Arbeitgeber, der eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Was ist Dein Plan für nach dem Studium? In welchem Bereich möchtest Du gerne arbeiten?
Sven: Das habe ich für mich noch gar nicht festgelegt, sondern mir komplett offengehalten. Meine Priorität ist erstmal das Studium zu beenden und in den Praxisphasen und Praktika in verschiedene Bereiche reinzuschauen.
Wem würdest Du das Studium empfehlen?
Sven: Das Studium würde ich jedem empfehlen, der sowohl Informatik interessant findet, als auch mehr über die Abläufe und Strukturen in der Verwaltung lernen möchte und dies dazu noch bei einem interessanten Arbeitgeber absolvieren möchte. Das Studium ist auch so konzipiert, dass man es auch weitestgehend ohne Vorerfahrung absolvieren kann.
Was machst Du als Ausgleich zum Studium bzw. zu Deiner Arbeit?
Sven: Als Ausgleich zum Studium engagierte ich mich ehrenamtlich bei den Johannitern auf Sanitätsdiensten und bei der DLRG im Rettungssport. Außerdem gehe ich gerne schwimmen und wandern.
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Mehr Infos zum dualen Studium „Verwaltungsinformatik“ findest Du hier.
Wenn man heute über den Südschnellweg in Hannover fährt, denkt man selten darüber nach, wie viel Planung, Koordination und Verantwortung in dieser Straße steckt. Dabei ist der Südschnellweg eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region – für Pendlerinnen und Pendler, für Unternehmen und für den Wirtschaftsverkehr in Niedersachsen.
Damit diese zentrale Verbindung auch in Zukunft sicher, leistungsfähig und verlässlich bleibt, wird der Südschnellweg umfassend erneuert. Mitten in diesem Großprojekt arbeitet Rudin, Bauleiter bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) – und damit beim Arbeitgeber Niedersachsen.
Ein Projekt mit Geschichte – und Zukunft
Viele Brücken des Südschnellwegs stammen noch aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Altersbedingte Schäden machten deutlich: Eine grundlegende Erneuerung ist notwendig – nicht nur aus baulicher Sicht, sondern vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit.
Die Erneuerung des Südschnellwegs ist deshalb ein zentrales Infrastrukturprojekt für Niedersachsen. Ziel ist es, die Strecke langfristig sicher, leistungsfähig und zukunftsfähig aufzustellen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Bauphase. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise, damit der Verkehr weiterhin möglichst aufrechterhalten werden kann.
Verantwortung auf vielen Ebenen
Als Bauleiter übernimmt Rudin eine wichtige Rolle im Projekt. Er koordiniert die Bauausführung, überwacht Termine, Kosten und Qualität und stimmt sich eng mit Baufirmen, Fachplanungen und verschiedenen Behörden ab.
Sein Arbeitsalltag ist vielseitig: Baustellenkontrollen, Baubesprechungen sowie organisatorische und koordinierende Aufgaben gehören dazu. Kein Tag ist wie der andere – und genau das schätzt Rudin an seiner Arbeit. Entscheidungen müssen oft schnell, aber immer fundiert getroffen werden.
Viele Beteiligte, hohe Komplexität
Was den Südschnellweg besonders herausfordernd macht, ist die innerstädtische Lage, der laufende Verkehr und die Vielzahl an Beteiligten. Neben Ingenieurbüros und Bauunternehmen sind unter anderem Verkehrs-, Umwelt-, Naturschutz-, Untere-Wasser- und Abfallbehörden in das Projekt eingebunden.
Eine präzise Planung und enge Abstimmung sind deshalb unerlässlich. Sicherheit hat dabei oberste Priorität – sowohl auf der Baustelle als auch für die Verkehrsteilnehmenden. Einschränkungen lassen sich bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht vollständig vermeiden, werden aber durch Bauphasen, Umleitungen und intensive Öffentlichkeitsarbeit so gering wie möglich gehalten.
Warum der Südschnellweg so wichtig ist
Der Südschnellweg ist eine zentrale Verkehrsverbindung für die Region Hannover und darüber hinaus. Würden solche Infrastrukturprojekte nicht umgesetzt, hätte das langfristige Folgen: Die Verkehrssicherheit würde sinken und die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur wäre gefährdet.
Durch die Erneuerung wird die Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte gesichert. Davon profitieren langfristig Pendlerinnen und Pendler, Anwohnende, Unternehmen und der Wirtschaftsverkehr. Leistungsfähige Verkehrswege sind eine Grundvoraussetzung für Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität.
Investitionen in Infrastruktur sind damit immer auch Investitionen in das Gemeinwohl – in Sicherheit, Verlässlichkeit und Zukunftsfähigkeit.
Vom Trainee zum Bauleiter
Seinen Einstieg bei der NLStBV hat Rudin über das Trainee-Programm im Bauingenieurwesen gefunden. In dieser Zeit konnte er verschiedene Bereiche kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln und Schritt für Schritt Verantwortung übernehmen.
„Das Trainee-Programm war für mich der ideale Einstieg“, sagt Rudin. Es habe ihm nicht nur fachlich viel gebracht, sondern auch geholfen, die Abläufe, die Vielfalt der Aufgaben und die Zusammenarbeit im Landesdienst zu verstehen. Heute profitiert er davon täglich – besonders bei einem Projekt dieser Größenordnung.
Arbeiten beim Arbeitgeber Niedersachsen
Was Rudin an seiner Arbeit besonders motiviert, ist der nachhaltige Nutzen des Projekts. Zu wissen, dass die eigene Tätigkeit langfristig vielen Menschen zugutekommt, gibt seinem Arbeitsalltag Sinn.
Besonders stolz ist er auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Denn große Infrastrukturprojekte lassen sich nur gemeinsam stemmen – mit Fachwissen, Abstimmung und gegenseitigem Vertrauen.
Der Südschnellweg zeigt exemplarisch, welche Verantwortung das Land Niedersachsen übernimmt: für sichere Verkehrswege, für eine funktionierende Infrastruktur und für das Gemeinwohl.
Blick nach vorn
Auch in den kommenden Bauabschnitten geht das Projekt weiter voran. Geplant sind unter anderem der Start des Tunnelbaus, weitere Arbeiten an der Leineflutmulde und der Leinebrücke. Schritt für Schritt wird der Südschnellweg so vollständig modernisiert.
Wer an Vermessung denkt, hat oft Menschen mit Messgeräten auf Feldern oder an Straßenrändern vor Augen. Doch ein großer Teil der Arbeit findet im Hintergrund statt – konzentriert, detailreich und hochpräzise. Genau hier arbeitet Rachel, Vermessungstechnikerin (Auszubildende) beim Katasteramt Hildesheim, einer Dienststelle des Landesamts für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN).
Ein Projekt, das Genauigkeit neu definiert
Aktuell arbeitet Rachel an einem Projekt aus dem Bereich der Qualitätsverbesserung digitaler Karten. Ziel ist es, die Genauigkeit bestehender Katasterdaten nachhaltig zu erhöhen. Hintergrund: Bei der Umstellung auf digitale Karten wurden viele Bestandsdaten ungenau georeferenziert – teils mit Abweichungen von bis zu einem Meter.
Mithilfe alter Karten aus dem Archiv werden diese Grenzpunkte heute neu berechnet. Rachel bearbeitet dabei kleinere Gebiete und Ortschaften im Zuständigkeitsbereich des Katasteramts Hildesheim, um bestehende Lücken zu schließen und die Datengrundlage zu vervollständigen.
Detektivarbeit zwischen Archiv und Bildschirm
Der Arbeitsprozess ist ebenso anspruchsvoll wie spannend. Zunächst erhält Rachel ein konkretes Bearbeitungsgebiet. Danach beginnt die Suche nach historischen Unterlagen – größtenteils digitalisiert, teilweise aber auch noch im physischen Archiv.
Anhand alter Vermessungslinien werden Grenzpunkte neu berechnet. Oft ist die Schrift in den historischen Karten so klein, dass eine Lupe zum Einsatz kommt. Nach der Berechnung durchlaufen die Daten mehrere Kontrollen und Simulationen, bevor sie schließlich in das System übernommen werden.
Gearbeitet wird dabei vollständig intern. Rachel steht im engen Austausch mit ihrem Ausbilder und kann jederzeit auf die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen.
Warum diese Arbeit so wichtig ist
Die höhere Genauigkeit der digitalen Karten bringt viele Vorteile:
Für den Außendienst bedeutet sie, dass Grenzpunkte zuverlässiger auffindbar sind. Für Eigentümerinnen und Eigentümer heißt das: eine präzisere Beschreibung ihres Flurstücks.
Darüber hinaus profitieren zahlreiche Bereiche im Land Niedersachsen von diesen Daten. Eine exakte Vermessung ist Grundlage für eine verlässliche Flächennutzungsplanung, für genauere Berechnungen der Grundsteuer sowie für Infrastrukturprojekte wie Straßenbau und Instandhaltung.
Würden diese Arbeiten nicht regelmäßig durchgeführt, blieben Ungenauigkeiten bestehen – mit direkten Auswirkungen auf Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger.
Katasterdaten – unsichtbar, aber allgegenwärtig
Auch wenn man es im Alltag oft nicht bewusst wahrnimmt: Kataster- und Vermessungsdaten begegnen uns ständig. Sie stecken in Navigationssystemen, Online-Karten, Bebauungsplänen und Bauanträgen. Sie bilden die Grundlage für neue Wohngebiete, Straßen, Leitungen und viele digitale Dienste.
Besonders wichtig ist dabei die Rechtssicherheit: Katasterdaten sind das offizielle Verzeichnis von Grundstücksgrenzen und Gebäuden. Schon kleine Ungenauigkeiten könnten große Auswirkungen haben – etwa bei Eigentumsfragen, Bauvorhaben oder Grundstücksgrenzen. Deshalb sind Verlässlichkeit und Genauigkeit in der täglichen Arbeit unerlässlich.
Arbeiten im Landesdienst – mit Sinn und Teamgeist
Was Rachel an ihrer Arbeit besonders schätzt, ist das Gefühl, Fortschritt sichtbar zu machen. Gebiete abzuschließen und zu sehen, wie der Abschlussprozentsatz steigt, motiviert sie. Die gemeinsame Lösungsfindung mit Kolleginnen und Kollegen empfindet sie oft wie ein Puzzle – manchmal sogar wie Detektivarbeit.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Nicht immer liegen vollständige Dokumente vor, manchmal fehlen Vermessungslinien ganz. Dann ist Kreativität gefragt. Umso wertvoller ist der Teamgeist im Katasteramt – denn Unterstützung ist immer da.
Für Rachel ist der Landesdienst deshalb nicht nur fachlich sinnvoll, sondern auch persönlich erfüllend. Der Kontakt mit der Öffentlichkeit und die Möglichkeit, einen echten Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, geben ihrer Arbeit Bedeutung.
Ein Blick hinter die Kulissen des LGLN
Viele Menschen sehen nur die Außendienstmitarbeitenden – und wissen nicht, wie viel präzise Arbeit im Büro geleistet wird. Dabei gehört das LGLN zu den technologisch fortschrittlichsten öffentlichen Einrichtungen in Niedersachsen und entwickelt sich stetig weiter, um der Bevölkerung bestmöglich zu dienen.
Die Arbeit ist anspruchsvoll, erfordert Konzentration und Genauigkeit – und macht dennoch Spaß. Genau diese Kombination macht das Katasteramt Hildesheim zu einem wichtigen, wenn auch oft unterschätzten Akteur für das Land Niedersachsen.
Der Blick auf Rachels Projekt zeigt:
Beim Arbeitgeber Niedersachsen entstehen im Hintergrund die Grundlagen für Planung, Rechtssicherheit und gesellschaftliches Zusammenleben. Präzise Vermessung ist dabei kein Selbstzweck – sondern eine unverzichtbare Basis für unser Land
Naemi ist 23 Jahre alt und studiert dual Allgemeine Verwaltung beim Land Niedersachsen. Ursprünglich kommt sie aus Delmenhorst, ist aber vor rund 2 Jahren für das Studium nach Osnabrück gezogen.
Warum hast Du Dich für das Duale Studium entschieden?
Mich hat besonders der rechtliche Schwerpunkt des Studiums interessiert, vor allem, weil ich ursprünglich mal Jura studieren wollte. Das duale Studium war dann aber perfekt für mich, weil ich schon während des Studiums Praxiserfahrung sammeln und Geld verdienen wollte.
Was zeichnet den Studienstandort Osnabrück aus?
Ganz klar - das Studentenleben! Dadurch, dass man in Osnabrück an der Hochschule mit Studierenden von ganz verschiedenen Studiengängen studiert, lernt man im Rahmen von Hochschulveranstaltungen auch mal andere Leute kennen. Außerdem gibt es in der Altstadt super schöne Cafés, mit gutem Kaffee und einer netten Atmosphäre zum Lernen aber auch zum Quatschen mit Freundinnen und Freunden.
Wo hast Du bisher Deine Praxisphasen absolviert?
Meine Praxisphasen habe ich bei der Polizeiinspektion Osnabrück in der Wirtschaftsverwaltung, beim Landessozialamt in Osnabrück in der Eingliederungshilfe, beim Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (jetzt BMWKMS) in Wien im Bereich der internationalen Kunst und Kulturpolitik und zuletzt beim MI in der Abteilung für Migration absolviert.
Besonders spannend fand ich meine Zeit in Wien, weil ich dort was ganz anderes kennengelernt hab als in den Praxisphasen davor. Mal davon abgesehen, dass ich in einer total schönen Stadt leben durfte, hatte ich super spannende Aufgaben, wie bspw.:
Teilnahme an internationalen Meetings bezüglich der Kunstförderung mit einem Office in der Ukraine
Herausarbeitung und Vorstellung von Argumenten zum Thema „Jugendpartizipation in der EU“
Was macht das Land Niedersachsen als Arbeitgeber attraktiv?
Die Vielfalt. Durch die verschiedenen nachgeordneten Behörden hat man die Möglichkeit in den Praxisphasen viele Einblicke zu erhalten und dadurch Tendenzen für den späteren Arbeitsplatz zu entwickeln.
Was wünscht Du Dir für Dein zukünftiges Berufsleben? In welchem Bereich kannst Du Dir vorstellen nach dem Studium zu arbeiten?
Ich wünsche mir auf jeden Fall eine gute Work-Life-Balance, mit der Möglichkeit ins Homeoffice zu gehen und flexible Arbeitszeiten. Ich kann mir gut vorstellen im sozialen Bereich, wie z.B. in meiner Praxisphase beim Landessozialamt, zu arbeiten, aber auch den Personalbereich finde ich sehr spannend.
Wem würdest Du das Studium beim Land Niedersachsen empfehlen und warum?
Ich würde das Studium jedem empfehlen, der sich aktuell noch nicht auf einen Arbeitsplatz festlegen möchte und Interesse an rechtlichen Themenbereichen hat. Während des Studiums lernt man so viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen, sodass man sich in Ruhe entscheiden kann, wo man später arbeiten möchte.
Wie findest Du einen Ausgleich zum Studium bzw. zur Arbeit?
Ich treffe mich viel mit meinen Freundinnen, zum Kaffee trinken aber auch mal zum Lernen oder zum Spazieren.
Ich versuche eigentlich immer noch mindestens eine Sache am Tag zu unternehmen, vor allem in der Praxisphase, damit man sich nicht in diesem Arbeitszyklus verliert.
Wie wird aus einem Studienabschluss echte Verantwortung für Brücken, Straßen und Millionen Verkehrsteilnehmende? Die NLStBV hat dafür einen klaren Plan: ihr Traineeprogramm für Bauingenieurinnen und Bauingenieure.
Ankommen, verstehen, wachsen
Innerhalb von zwölf Monaten lernen Trainees die Behörde intensiv kennen. Sie sind einem regionalen Geschäftsbereich zugeordnet und durchlaufen verschiedene Stationen. So verstehen sie, wie Projekte geplant, abgestimmt, umgesetzt und langfristig betreut werden. Dabei bleibt niemand allein: Erfahrene Mentorinnen und Mentoren begleiten den Weg.
Mehr als Baupraxis
Neben der technischen Arbeit spielen auch rechtliche und organisatorische Themen eine wichtige Rolle. Lehrgänge in Hannover, ein mehrwöchiger Verwaltungslehrgang sowie Übungsarbeiten und Leistungsnachweise vermitteln das notwendige Hintergrundwissen. Denn große Projekte entstehen dort, wo Technik, Recht und Wirtschaft zusammen gedacht werden.
Der große Vorteil: Überblick statt Tunnelblick
Das Traineeprogramm bietet die Chance, die Strukturen der gesamten Behörde kennenzulernen. Dieses breite Verständnis hilft später enorm – besonders, wenn komplexe Aufgaben oder Führungsverantwortung warten.
Karriere, die sichtbar wird
Viele ehemalige Trainees übernehmen später verantwortungsvolle Positionen, zum Beispiel in der Bauleitung großer Infrastrukturmaßnahmen. Sie koordinieren Abläufe, tragen Budgetverantwortung und sorgen dafür, dass Projekte erfolgreich realisiert werden.
Investition in Menschen – Investition in Niedersachsen
Mit dem Programm sichert die NLStBV langfristig Fachwissen und Qualität. Gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure sind entscheidend, damit Planung, Bau und Betrieb der Infrastruktur auch in Zukunft funktionieren.
Warum sich der Einstieg lohnt
Wer hier startet, übernimmt früh Verantwortung, bekommt aber gleichzeitig Unterstützung, Struktur und Entwicklungsmöglichkeiten. Theorie wird unmittelbar zur Praxis – mit Ergebnissen, die man sehen kann. Vielleicht fährt man eines Tages über eine Strecke und weiß:
Wenn irgendwo in Niedersachsen ein Haus gebaut, eine Straße geplant oder ein Rettungsweg festgelegt wird, passiert etwas, das kaum jemand sieht – und doch alles entscheidet. Es sind Daten. Präzise und Verlässlich.
Damit diese Daten stimmen, gibt es in Niedersachsen eine eigene Fachbehörde: das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN). Beim Blick hinter die Kulissen, unter anderem im Katasteramt Hildesheim, wird schnell klar: Hier wird täglich an der Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens gearbeitet.
Was passiert, wenn Daten nicht stimmen?
Ein Meter Abweichung auf einer Karte klingt harmlos. In der Realität kann er über Grundstücksgrenzen, Bauvorhaben oder Eigentumsfragen entscheiden. Genau deshalb ist die Arbeit des LGLN so wichtig.
Das LGLN sorgt dafür, dass Grundstücke, Gebäude und Flächen exakt erfasst sind – rechtssicher, nachvollziehbar und dauerhaft aktuell. Diese Daten bilden die Grundlage für Verwaltung, Wirtschaft und viele Entscheidungen, die unser tägliches Leben beeinflussen.
Mehr als Karten: die Aufgaben des LGLN
Als zentrale Fachbehörde verantwortet das LGLN unter anderem:
das amtliche Liegenschaftskataster,
hoheitliche Vermessungen und Grenzfeststellungen,
die Bereitstellung amtlicher Geodaten,
die Immobilienwertermittlung,
sowie den Kampfmittelbeseitigungsdienst, der noch heute Blindgänger aus den Weltkriegen entschärft.
Viele dieser Aufgaben laufen im Hintergrund – ihre Wirkung spürt man erst, wenn sie fehlen würden.
Detektivarbeit für mehr Genauigkeit
Ein besonders spannender Teil der Arbeit ist die Qualitätsverbesserung bestehender Geodaten. Bei der Digitalisierung älterer Karten kam es historisch bedingt zu Lageungenauigkeiten. Heute werden diese systematisch korrigiert.
Dazu werden alte Vermessungsunterlagen ausgewertet, Grenzpunkte neu berechnet, Daten simuliert und mehrfach kontrolliert. Erst wenn alles stimmt, fließen die Informationen in die offiziellen Systeme ein. Präzision ist hier keine Option – sie ist Voraussetzung.
Daten, die überall wirken
Die Ergebnisse dieser Arbeit begegnen uns ständig:
bei Bau- und Infrastrukturprojekten,
in der Stadt- und Regionalplanung,
beim Hochwasser- und Katastrophenschutz,
bei der Berechnung der Grundsteuer,
in Navigationssystemen und Online-Karten.
Geodaten machen Planung erst möglich – und sorgen dafür, dass Entscheidungen nicht auf Vermutungen, sondern auf Fakten beruhen.
Landesweit vernetzt, regional präsent
Das LGLN arbeitet landesweit: Aktuell an 48 Standorten, perspektivisch an 39. Die Landesvermessung ist in Hannover angesiedelt, ergänzt durch neun Regionaldirektionen, in denen Katasterämter, Geodatenmanagement, Wertermittlung und Verwaltung gebündelt sind.
Spezielle Aufgaben sind zentral organisiert – etwa der Kampfmittelbeseitigungsdienst in der Regionaldirektion Hameln-Hannover oder der Obere Gutachterausschuss in Oldenburg-Cloppenburg.
Digitalisierung, die wirkt
Das LGLN zählt zu den digital fortschrittlichsten Behörden in Niedersachsen. Hier kommen bereits heute zum Einsatz:
Drohnen zur Datenerfassung,
Künstliche Intelligenz, etwa zur Gebäudeerkennung,
offene Geodaten über OpenGeoData.NI,
moderne Online-Services und Kartenviewer.
In den geoLabs wird agil gearbeitet – mit festen Rollen, kurzen Entwicklungszyklen und kontinuierlichem Feedback. Digitalisierung ist hier kein Schlagwort, sondern Werkzeug.
Zusammenarbeit als Stärke
Die Arbeit im LGLN lebt von Zusammenarbeit – oft standortübergreifend. Teams unterstützen sich gegenseitig, Wissen wird geteilt, Lösungen gemeinsam entwickelt. Eine offene Fehlerkultur und gegenseitige Wertschätzung sind fester Bestandteil des Arbeitsalltags.
So entsteht ein Arbeitsumfeld, das fachliche Qualität mit menschlicher Nähe verbindet.
Arbeitgeber Niedersachsen: vielfältig, sicher, modern
Als Teil des Arbeitgebers Niedersachsen bietet das LGLN sichere Arbeitsplätze, Bezahlung nach TV-L, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, moderne IT-Ausstattung und eine betriebliche Altersvorsorge.
Die Berufsbilder sind so vielfältig wie die Aufgaben: von Geodäsie, Geoinformatik und IT über Verwaltung und Recht bis hin zu Kommunikation, Projektmanagement und Spezialgebieten wie Drohnentechnik oder Photogrammetrie.
Einstiegsmöglichkeiten gibt es über Ausbildung im Bereich Vermessungstechnik oder Geomatik, duale Studiengänge, klassischen Hochschulstudiengänge oder einem Quereinstieg.
Das Katasteramt Hildesheim – Teil eines großen Ganzen
Im Katasteramt Hildesheim wird deutlich, wie all diese Aufgaben konkret zusammenkommen. Vermessung, Karten, Wertermittlung und Bodenordnung greifen ineinander. Das Team arbeitet eng zusammen, mit hoher Fachkompetenz und einer familiären Atmosphäre.
Hier zeigt sich exemplarisch, wie viel Verantwortung hinter scheinbar abstrakten Daten steckt.
Unsichtbar – und unverzichtbar
Geodaten sind leise. Sie drängen sich nicht auf. Und doch halten sie unser Land zusammen.
Der Blick hinter die Kulissen des LGLN zeigt:
Beim Arbeitgeber Niedersachsen arbeiten Menschen daran, dass Entscheidungen auf festen Grundlagen beruhen – präzise, verlässlich und zukunftsorientiert.