Wenn Jacqueline heute durch die Sicherheitsschleuse des Oberlandesgerichts Braunschweig geht, wirkt jeder Handgriff routiniert. Doch ihr Weg in die Justiz begann an einem ganz anderen Ort: bei der Bundeswehr. Sechs Jahre lang prägten Verantwortung, Struktur und Teamarbeit ihren Alltag. Erfahrungen, die sie heute in ihrem neuen Beruf täglich einbringt.
Nach ihrer Dienstzeit wollte Jacqueline sich beruflich neu orientieren. „Ich wollte etwas finden, das abwechslungsreich ist, Sicherheit bietet und bei dem ich langfristig ankommen kann“, erzählt sie. Der Beruf der Justizwachtmeisterin vereinte für sie genau diese Punkte.
Ein Job, der jeden Tag anders ist
Was Jacqueline besonders begeistert, ist die Vielseitigkeit. Kein Tag gleicht dem anderen. Sie führt Sicherheitskontrollen am Eingang durch, betreut Besucherinnen und Besucher, begleitet Gerichtsverhandlungen und sorgt gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen dafür, dass im gesamten Gebäude alles reibungslos läuft.
„Man hat mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu tun – das macht die Arbeit spannend und lebendig“, sagt sie. Gleichzeitig spielt der Sicherheitsaspekt eine zentrale Rolle. Ein Bereich, der sie schon immer interessiert hat und der perfekt zu ihren Vorerfahrungen passt.
Teamgeist, der trägt
Besonders schätzt Jacqueline die Arbeitsatmosphäre im Oberlandesgericht. „Wir unterstützen uns gegenseitig, arbeiten eng zusammen und können uns aufeinander verlassen.“ Gerade in Situationen, in denen es schnell gehen muss oder besondere Aufmerksamkeit gefragt ist, zeigt sich, wie wichtig ein starkes Team ist.
Ein Beitrag zur Sicherheit – jeden Tag
Für Jacqueline ist klar: Sie hat ihren Platz gefunden. „Ich freue mich, Teil des Oberlandesgerichts zu sein und dazu beizutragen, dass der Ablauf im Gericht sicher und geordnet funktioniert.“
Ihr Weg zeigt, wie vielfältig die Justiz ist und wie Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen hier eine berufliche Heimat finden können.
Veröffentlicht am: 09.06.2026
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Im sechsten Trimmester muss man eine Hausarbeit schreiben. Im Schwerpunkt Landesverwaltung wird die Hausarbeit im öffentlichen Dienstrecht geschrieben. Die Studis bei den kommunalen Dienstherren schreiben im Sozialrecht oder über betriebswirtschaftliche Themen, wenn sie Verwaltungsbetriebswirtschaft studieren. Für die Hausarbeit besteht regulär eine vierwöchige Schreibzeit. Am Tag des Schreibbeginns wird das genaue Thema um 08:00 Uhr morgens bekanntgegeben.
Hochschulbibliothek
Ich beschließe, zeitnah mit der Recherche zum Thema zu beginnen und fahre kurze Zeit später zur Hochschulbibliothek. Dort angekommen, habe ich nicht mehr so viel Auswahl wie erwartet. Viele Bücher über das öffentliche Dienstrecht wurden in den letzten 90 Minuten ausgeliehen. Ich leihe mir also von den Büchern, die noch da sind, geeigneten Stoff aus. Mir fällt auf, dass die Regalreihen mit der sozialrechtlichen Literatur, bis auf die Präsenzexemplare, komplett leer sind. Das liegt daran, dass die Studis bei den kommunalen Dienstherren mehr Leute sind, die über das gleiche Thema schreiben. So gibt es einfach nicht genügend Bücher für alle.
Hobsy
Zu Beginn des Studiums wurde uns geraten, eine Hobsy-Karte zu beantragen. Hobsy, das ist das Hannoversche Online-Bibliothekssystem. Damit kann man in allen teilnehmenden Bibliotheken in Hannover Bücher ausleihen. Für die Beantragung ist eine kleine Gebühr zu zahlen, die Verlängerungen sind kostenlos möglich.
Mit angeschlossen an das System ist auch die Technische Informationsbibliothek (TIB). Die TIB hat am Conti-Campus am Königsworther Platz u. a. eine große rechtswissenschaftliche Sammlung. Dort kann ich alle Bücher für die Hausarbeit ausleihen.
Tipps
Zugang zu anderen Quellen für die Hausarbeit hat man auf dem Hochschul-Campus. Über das Studierenden-WLAN hat man Zugang zu BeckOnline und Juris. So hat man Zugang zu Gerichtsentscheidungen, Fachaufsätzen und auch Kommentierungen. Vorteil, wenn man in der Hochschule arbeitet, ist auch, dass man dort keine Ablenkung hat. Manchmal trifft man dort auch Kommilitoninnen und Kommilitonen, die auch an ihrer Hausarbeit schreiben, sodass man sich über Fragen austauschen kann.
Besonders wichtig sind auch die Formvorschriften. Es gibt offizielle Regelungen zur formalen Gestaltung von wissenschaftlichen Arbeiten. Man sollte sich im Vorfeld mit den Formvorschriften auseinandersetzen. Macht man es nicht, bedeutet das am Ende sehr viel Arbeit – die Zeit kann man anderweitig besser verwenden.